Frankreichs Notenbankchef
Noyer fordert Liberalisierung in Deutschland

Reformdruck auf Deutschland: Der französische Notenbank-Chef Noyer empfiehlt der Bundesrepublik, Berufe und Ladenöffnungszeiten zu liberalisieren. EZB-Chefvolkswirt Praet fordert mehr Investitionen im Inland.
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BerlinIm Streit über Deutschlands Exportlastigkeit kommen auch aus der Europäischen Zentralbank (EZB) deutliche Reformappelle an die Bundesregierung. Der französische Notenbank-Chef Christian Noyer und EZB-Chefvolkswirt Peter Praet forderten entschlossene Schritte zur Stärkung der Inlandsnachfrage. „Deutschland sollte seine Wettbewerbsfähigkeit nicht schwächen“, sagte Praet der „Süddeutschen Zeitung“. „Aber für Deutschland ist es wichtig, mehr im Inland zu investieren.“ Dazu seien entsprechende Strukturreformen nötig.

Ähnlich äußerte sich Noyer, der in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ für einen Ausbau des Dienstleistungssektors plädierte. „Mehr Kindergartenplätze könnten etwa dafür sorgen, dass mehr junge Mütter berufstätig bleiben, Einkommen beziehen und damit mehr konsumieren“, erläuterte der Franzose. Sinnvoll wäre auch eine Liberalisierung von reglementierten Berufen und Ladenöffnungszeiten.

Zur Bekämpfung möglicher Immobilienblasen in Deutschland empfahl Noyer dem Blatt zufolge, dass die Aufsichtsbehörden den Banken in gefährdeten Regionen zur Kreditverteuerung höhere Eigenkapitalvorgaben machen.

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„Strafmaßnahmen kommen mit Sicherheit nicht“

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