Frankreichs Präsident enttäuscht: Hollande in Not

Frankreichs Präsident enttäuscht
Hollande in Not

Massenarbeitslosigkeit, erstarkende Rechtsradikale und Hetzparolen gegen den jüdischen Finanzminister. In Frankreich spitzt sich die Lage zu, vor allem die Rechte wird lauter. Nur einer schweigt: der Präsident.
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ParisDie Lage in Frankreich verändert sich. Nur leider nicht zum Besseren. Die Wirtschaft kommt bestenfalls Mitte des Jahres aus der Rezession. Der Dienstag bringt einen neuen Rekord bei der Arbeitslosigkeit. Deutlich mehr als drei Millionen Franzosen sind nun ohne Beschäftigung. Allenfalls gegen Ende 2013 dürfte sich der Arbeitsmarkt stabilisieren. Jeden Monat kommt eine neue Hiobsbotschaft und nagt an den Nerven der Franzosen. Die anhaltende Hoffnungslosigkeit wird nicht mehr der alten Regierung angelastet, sondern der neuen unter François Hollande.

Der Präsident enttäuscht seine Landsleute zusehends. 68 Prozent von ihnen sind einer neuen Umfrage zufolge unzufrieden mit seiner Politik. Das Land radikalisiert sich: Bei einer Nachwahl zur Nationalversammlung musste die Kandidatin der rechtsextremen Front National sich nur ganz knapp dem Bewerber der konservativen UMP geschlagen geben. Die Sozialisten hatten es nicht einmal mehr in die Stichwahl geschafft. Von strahlenden Wahlsiegern sind sie innerhalb von nur neun Monaten zu Buhmännern geworden.

Am Donnerstag wird Hollande einen neuen Anlauf nehmen, um sich und sein Vorgehen den Franzosen verständlich zu machen. Zur besten abendlichen Sendezeit wird er 45 Minuten live im staatlichen Sender France 2 Rede und Antwort stehen. Anders als seine Vorgänger lässt er  die Journalisten nicht in den Präsidentenpalast pilgern, sondern bemüht sich selbst ins Studio. Noch vor wenigen Wochen wäre diese Änderung des Protokolls eine Nachricht gewesen, heute interessiert sie niemanden mehr.

Erst vor drei Wochen hat Hollande in Dijon eine Grundsatzrede gehalten, um seine Politik der Haushaltssanierung und vorsichtiger Reformen zu erläutern und eine raschere Gangart anzukündigen, auch bei dem heiklen Thema einer neuen Rentenreform. Sogar mit Sondervollmachten wolle er regieren, sagte Hollande damals. Doch irgendwie haben sich alle diese Zusagen schon längst wieder aufgelöst im breiten Strom präsidialer Ankündigungen, die mal in die eine, mal in die andere Richtung gehen und den Eindruck von Führungslosigkeit aufkommen lassen.

Hollande regiert immer noch nach seiner alten Maxime: nirgendwo anecken, verschiedene Strömungen ausgleichen, auf konjunkturelle Besserung hoffen und die Zeit für sich arbeiten lassen. Unter anderen Umständen mag das funktioniert haben, doch heute zermürbt dieser Verzicht auf klare Vorgaben nicht seine Gegner, sondern die eigenen Anhänger. Die Zeit arbeitet nicht für, sondern gegen Hollande.

Kommentare zu " Frankreichs Präsident enttäuscht: Hollande in Not"

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  • Da haben wir sie wieder, die traditionelle deutsch-französische Feindschaft: Mitterrand wollte 1988 ein kluges Kerlchen sein, als er dem tumben Kohl die Währungsunion aufdrückte gegen die Zustimmung zur deutschen Einheit. Jetzt zeigt uns diese Geschichte, daß die Völker beider Länder wieder mal verloren haben, wie es immer so geht, wenn man mit abgefakten Methoden des politischen Baukastens arbeitet: Horkheimer und Adorno haben es nach dem zweiten Weltkrieg doch auf den Punkt gebracht: Wenn die Geschichte ihren logischen Gang geht, dient sie menschlichen Interessen nicht. Aber auch aus dieser Geschichte lernen wir nicht - wetten?

  • Mensch Rechner, was ist los mit Ihnen?

    Hat Zypern Sie so traumatisiert, dass Sie jetzt in Melancholie verfallen?
    Wenn Sie so weitermachen, dann werde ich das Taschentuch bereithalten, um mir heimlich die Tränen zu Trocknen beim Lesen Ihrer Kommentare.

    Verwechseln Sie nicht irgendwie Frankreich mit Russland?


  • MEINE HABEN meinen NAMEN und BENUTZTE HABEN den NAMEN DER QUELLE = PERSONEN NAMEN !! sie LÜGEN .

    Frank Frädrich

    ------------------------

    Freundliche Grüße,

    Ihr Team von Handelsblatt Online


    Ihr Kommentar:

    "10 € !!! WURDE GLÖSCHT und NICHT ZENSIERT !!! NICHT VERGESSEN .<br/> BEI WAHRHEI TRAUT ihr euch BEWUSST ICHT ZU ZENSIEREN und . ..<br/><br/>&#34; Die Wahrheit ist das Kind der Zeit , nicht der Autorität .&#34; <br/><br/>Bertolt Brecht<br/><br/><br/>WENN ich UMFRAGEN MACHE GEBE IMMER 3 ANTWORTMÖGLICHKEITEN !! JA , NEIN und HÄÄÄ !!<br/> Häää KANN HEISSEN : BIN ZU BLÖD ZU , UM ZU VERSTEHEN oder Häää : MUSS ERST WAHRHEIT FINDEN und / ODER WILL WAHRHEIT GARNICHT FINDEN , SIND IMMER ANTISEMITEN , die sich NICHT SELBER DURCH DURCHDENKEN WAHRHEIT FINDEN WOLLEN und SO DER LÜGE DIENEN .<br/><br/>„Wer die Wahrheit nicht weiß , der ist bloß ein Dummkopf . Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt , der ist ein Verbrecher ! “<br/>Bertolt Brecht<br/><br/>„ Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt ; die Wahrheit steht von alleine aufrecht .“<br/> Thomas Jefferson<br/><br/>»Wer nicht zu sagen wagt, was er denkt, ist ein Sklave.«<br/><br/>Sophokles in Antigone <br/><br/>&#34; Freiheit ist das Recht , den Leuten das zu sagen , was sie nicht hören wollen . &#34;<br/>George Orwell<br/><br/><br/>ATHEIST SICH Gott , im WISSEN Gott . . .<br/>und SO KANN GARNICHT RASSIST SEIN und NIEMANDEN RASSEMACKE LEBEN LASSEN KÖNNEN .<br/>SOUVERÄN<br/>Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN<br/><br/><br/>MEDIEN WO EIN WORT VERBOTEN IST BETRÜGEN .<br/><br/>&#34; ESM &#34; Hatte NICHT DEMOKRATIE Verhindert , SONDERN GESETZE , aber WARUM NUR IN EINEM LAND ??? HÄTTEN ESM SO BEKOMMEN . . . . SOLCH DIENENDE Politiker, EINER VERSCHWÖRUNG , DIE ES VOR ADOLF SCHON . . . .<br/>"

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