Franziskus
Vatikan vermutet Kampagne gegen Papst

Die Vergangenheit des neuen Papstes sorgt für Diskussionen. Der Vatikan wies nun Medienberichte über seine Rolle in der Militärdiktatur zurück – und sprach gar von einer verleumderischen Kampagne gegen Franziskus.
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Rom/MünchenMit ungewöhnlicher Schärfe hat der Vatikan Medienberichte über das Verhalten des neuen Papstes Franziskus in der Militärdiktatur (1976-1983) in Argentinien zurückgewiesen. Es handle sich um eine rufschädigende und verleumderische Kampagne, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Freitag vor der internationalen Presse. Bergoglio habe damals viel getan, um Menschen zu schützen. Medienberichten zufolge soll Bergoglio als Jesuiten-Provinzial sich damals nicht hinreichend für zwei Jesuitenpater eingesetzt haben, die monatelang in Haft kamen und gefoltert wurden.

Francisco Jalics, einer der beiden Patres, betonte am Freitag in einer persönlichen Erklärung, er habe sich lange mit den Geschehnissen versöhnt und mit Bergoglio bereits vor vielen Jahren eine Messe gefeiert und sie hätten sich umarmt.

Der 1927 in Budapest geborene Pater lebt seit 1978 in Deutschland - 20 Jahre lang leitete er das Exerzitienhaus Gries im oberfränkischen Wilhelmsthal (Landkreis Kronach), wo er auch seinen Lebensabend verbringt. Die deutsche Provinz der Jesuiten in München veröffentlichte die schriftliche Stellungnahme Jalics. Dieser befinde sich zu Exerzitien in Ungarn, hieß es auf dpa-Nachfrage. Der andere Pater starb im Jahr 2000 in Uruguay an Herzversagen.

Jalics kam 1957 nach Buenos Aires. 1974 sei er mit Erlaubnis des damaligen Jesuiten-Provinzials Bergoglio mit einem Mitbruder in ein Elendsviertel der Stadt gezogen. „Wir zwei im Elendsviertel hatten weder mit der Junta noch mit der Guerilla Kontakt“, schreibt Jalics. Durch Fehlinformationen und ein Missverständnis seien er und sein Mitbruder in Verdacht geraten, mit der Guerilla zu tun zu haben.

Nach fünftägigem Verhör haben ihnen ein Offizier die Freilassung versprochen. „Dieser Zusage zum Trotz wurden wir dann, auf eine für uns unerklärliche Weise fünf Monate lang mit verbundenen Augen und gefesselt in Haft gehalten“, schreibt Jalics weiter. Und: „Ich kann keine Stellung zur Rolle von P. Bergoglio in diesen Vorgängen nehmen.“

Erst Jahre nach der Befreiung und nachdem er Argentinien verlassen hatte, sprach Jalics mit dem inzwischen zum Erzbischof von Buenos Aires ernannten Bergoglio über die Geschehnisse. „Danach haben wir gemeinsam öffentlich Messe gefeiert und wir haben uns feierlich umarmt. Ich bin mit den Geschehnissen versöhnt und betrachte sie meinerseits als abgeschlossen.“ Der Jesuitenpater schließt seine Stellungnahme mit den Worten: „Ich wünsche Papst Franziskus Gottes reichen Segen für sein Amt.“

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  • W.Moritz,
    Es ist klar, die ganze Welt feiert den neuen Pabst und ist mit ihm. Nur die deutsche Presse tut was Sie immer tut, nämlich mit Schei... schmeissen.

    W.Moritz,Worms

  • Die sogenannten Traditionen sind erst nach Mohamed und dem Koran aufgetaucht. Wer als Gläubiger bei Gott,ALLAH,Jesus,Mohamed bleibt und alle Hassprediger,Islamisten,Verführer und Schwarze Schafe nicht ernst nimmt, der kann nur auf dem richtigen Weg gehen.Alle
    anderen sind Ungläubige und vermutlich wohl Teufelsanbeter.

  • Sie müssen erst einmal den Unterschied zwischen Religion und Tradition verstehen. Eine drastische Zunahme von Ehrenmorden gibt es z.Zt. unter den Katholiken in Süditalien und Sizilien, so wie es auch Beschneidungen von Frauen gerade auch unter christlichen Kopten gibt. Das hat mit der Tradition zu tun, nicht mit der Religion.

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