Französische Sozialisten
Royal will ihren Ex-Mann als Parteichef ablösen

Acht Monate nach ihrer Niederlage bei der französischen Präsidentschaftswahl meldet sich die frührere Kandidatin Ségolène Royal zurück. Sie will die Parteiführung der Sozialisten übernehmen – und damit ihren Ex-Mann François Hollande verdrängen.

HB PARIS. „Ich interessiere mich für die Zukunft der PS (Sozialistische Partei), ich arbeite dafür und werde bis zum Ende gehen“, sagte sie der Zeitung „Le Parisien“. Royal hatte ihre Trennung von Hollande, mit dem sie vier Kinder hat, am Abend der Parlamentswahl im Juni bekanntgegeben.

In den vergangenen Monaten war von der Opposition in Frankreich auffällig wenig zu hören gewesen. Präsident Nicolas Sarkozy hatte mehrere prominente Sozialisten, unter anderem Außenminister Bernard Kouchner, in die Regierung geholt und die Opposition damit geschwächt.

Kritiker werfen Royal vor, ihre Absichten während des Wahlkampfs für die Kommunalwahlen bekanntzumachen, um ihrem parteiinternen Konkurrenten Bertrand Delanoë zuvorzukommen. Delanoë ist derzeit damit beschäftigt, seine Wiederwahl als Bürgermeister von Paris zu sichern. Ihm werden ebenfalls Ambitionen nachgesagt, die Parteiführung zu übernehmen und 2012 als Präsidentschaftskandidat der Sozialisten anzutreten.

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