Französischer Präsident
Sarkozy nach Schwächeanfall in der Klinik

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist am Sonntag nach einem Ohnmachtsanfall beim Joggen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

PARIS. „Beim Sport hat der Präsident eine Unpässlichkeit erlitten“ heißt es in dem vierzeiligen Communique des Elysée-Palastes. Ein Arzt habe ihn umgehend behandelt. Der Staatspräsident unterziehe sich nun weiterer Untersuchungen.

Sarkozy hatte wie jedes Wochenende sein Jogging am Sonntag morgen in der Nähe der Residenz la Lanterne bei Versaille absolviert als der Vorfall geschah. Die Agentur AFP zitiert eine Augenzeugin, die einen Jogger in Begleitung von Personenschutz in der Nähe der Präsidentenresidenz gesehen hat, der auf einmal in sich zusammengesackt sei. „Seine Unpässlichkeit war von keiner langer Dauer“, sagte am Sonntagnachmittag Claude Guéant, als Generalsekretär des Staatspräsidenten Sarkozys engster Mitarbeiter. Der Präsident sei bei Bewusstsein. Laut französischer Medien kam der 54-jährige Staatschef ins Krankenhaus Val de Grace zur Beobachtung.

Die Gesundheit des französischen Staatspräsidenten hat eine politische Dimension. Sarkozys Amtsvorgänger Francois Mitterrand hatte den Franzosen seine Krebserkrankung jahrelang verschwiegen, auch, als er sich zur Wiederwahl stellte. Seitdem ist das Thema politisch heikel, und alle Nachfolger haben versprochen, regelmäßig die Öffentlichkeit über ihren Gesundheitszustand zu informieren.

Sarkozy letztes Gesundheitsbulletin stammt vom 3. Juli. Darin heißt es, dass auf Verlangen des Präsidenten mehrere Tests des Herz-Kreislaufsystems gemacht worden seien. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen seien normal. 2007 hatte sich Sarkozy einer kleinen Operation am Hals unterzogen. Diesen Eingriff hatte der Elysée-Palast indes geheimgehalten. Auch 2008 hat das Präsidialamt kein Gesundheitsbulletin veröffentlicht.

Sarkozy hat wie keiner seiner Vorgänger die Macht im Elysée-Palast konzentriert. Diese Omnipräsenz gilt als sehr kräftezehrend. Allerdings betreibt der Präsident zum Ausgleich regelmäßig Sport, vor allem Jogging und Rad fahren.

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