Frei gegen Kaution
Strauss-Kahn verlässt das Gefängnis

Ein Richter stimmte der Freilassung gegen harte Auflagen zu.
  • 3

New YorkProbleme gab es aber mit der Wohnung, in der sich der ehemalige IWF-Chef aufhalten wollte. Der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist nach Angaben aus US-Polizeikreisen gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden. Der wegen versuchter Vergewaltigung angeklagte Franzose sei dabei nicht wie ursprünglich geplant in eine Wohnung an der Upper East Side gebracht worden, hieß es am Freitag weiter. Die Adresse sei öffentlich geworden und das Gebäude werde nun von der Presse belagert.

Richter Michael Ogus stimmte am Freitag seiner vorübergehenden Unterbringung an einem anderen Ort zu, nachdem die Anwälte die Kaution von einer Million Dollar (700.000 Euro) in bar und eine Bürgschaft von weiteren fünf Mio. hinterlegt hatten.

Nach Angaben des US-Senders MSNBC wird der 62-jährige Franzose zunächst in einer Wohnung der Sicherheitsfirma unterkommen, die für seine Überwachung verantwortlich ist. Das gleiche Unternehmen hatte auch dafür gesorgt, dass der Millionenbetrüger Bernard Madoff während des Hausarrests vor seinem Prozess nicht Reißaus nahm.

Strauss-Kahn hatte an der überraschend einberufenen Sitzung vor Gericht nicht teilgenommen. Er saß zu jenem Zeitpunkt noch hinter Gittern. 24 Stunden zuvor hatte Richter Ogus dem Hausarrest von New Yorks derzeit prominentestem Angeklagten unter strengsten Auflagen zugestimmt. Der Vereinbarung nach sollte Strauss-Kahn mit seiner Frau Anne Sinclair in ein von ihr gemietetes Appartement in New York ziehen. Nicht vorausgesehen hatte der Richter die Reaktion der Hausbewohner.

Seite 1:

Strauss-Kahn verlässt das Gefängnis

Seite 2:

Kommentare zu " Frei gegen Kaution: Strauss-Kahn verlässt das Gefängnis"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Kommentare eins bis drei zeigen wieder einmal die Beengheit unserer Wahrnehmung. Interessanter ist zu beobachten, dass eine RichterIN ihrer vergewaltigten Geschlechtsgenossin gegenüber rigoros im Urteil der Hafteinweisung zu DSK wurde. Ein Herr Richter sich aber erweichen lässt, den Herrn gegen möglichst hohe Kautions- und weitere Auflagen auf halbwegs freien Fuss zu setzen.
    Diese Kommentare zu seinem Privatvermögen oder seinen beruflichen Kumpanen sind der Nennung überdrüssig, zeigen selbst dass man es selbst gerne so hätte und sind biederes Aufplustern.

  • 1 Millionen sind fuer Strauss-Kahn nur Peanuts. Der Junge laeuft Schulter-an-Schulter mit der Finanzelite der US Fed und anderen Maechtigen der Finanzwelt.
    Sein Privatvermoegen wird sich auf zig millionen beziffern.

  • @Che-connoscenti.De trop.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%