Freihandelsabkommen
EU und USA wollen keine Privilegien vergeben

Für die Schaffung der Freihandelszone wollen sich EU und USA angeblich nicht von den Interessen der großen Konzerne leiten lassen. Verbraucher- und Umweltschütze fürchten um die Aufweichung bestehender Sicherheitsnormen.
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BrüsselDie Europäische Union (EU) und die USA haben Vorwürfe zurückgewiesen, bei ihren Verhandlungen für eine Freihandelszone die Interessen internationaler Großkonzerne in den Vordergrund zu stellen.

Weder die Standards für Lebensmittel noch der Umweltschutz würden vernachlässigt, betonten der EU-Chef-Unterhändler Ignacio Garcia Bercero und sein US-Kollege Dan Mullaney am Freitag nach ihrer zweiten Verhandlungsrunde in Brüssel.

Sie hätten die Botschaft verstanden, dass sie das Niveau von Sicherheitsvorschriften und des Gesundheitsschutzes nicht senken dürften, fügte der Amerikaner hinzu.

Verbraucher- und Umweltschützer werfen der EU und den USA vor, sich den Forderungen der Industrie zu beugen. Da diese niedrigere Kosten und weniger Handelshindernisse anstrebten, drohten bestehende Sicherheitsnormen für Produkte wie Medizingeräte bis hin zu Spielzeug aufgegeben zu werden, so der Vorwurf der Kritiker.

Die EU und die USA versuchen derzeit die größte Freihandelszone der Welt zu schmieden und versprechen sich nach den wachstumsarmen Jahren infolge der Finanzkrise neue Impulse für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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