Freihandelszone: Barroso wirbt für neuen Wirtschaftsraum

Freihandelszone
Barroso wirbt für neuen Wirtschaftsraum

Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum mit den USA, rührt EU-Kommissionspräsident Barroso die Werbetrommel. „Wir brauchen das Wachstum nötiger denn je.“ Schnelle Resultate sind allerdings unwahrscheinlich.
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New YorkDie Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA sollen in der ersten Hälfte dieses Jahres beginnen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso geht davon aus, dass die Gespräche wie geplant losgehen. Dazu müsse aber auch die amerikanische Seite so weit sein, sagte Barroso am Freitag bei einem Besuch in New York.

Auf Seiten der EU muss das Verhandlungsmandat für den angestrebten Handelspakt noch von den Mitgliedstaaten gebilligt werden. „Ich hoffe, dass wir das Mandat in den nächsten Wochen bekommen“, sagte Barroso. Es soll ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit mehr als 800 Millionen Einwohnern entstehen.

Selbst wenn die Gespräche in den nächsten Monaten beginnen, dürften sich die Verhandlungen über Jahre ziehen. Vor allem im Agrar-Bereich wird mit sehr schwierigen Gesprächen gerechnet. Die Verhandlungen dürften sich aber über Jahre hinziehen.

Bei dem Freihandelsabkommen geht es um den Wegfall von Zöllen genauso wie um die Angleichung von Sicherheitsstandards, Normen oder Wettbewerbsvorschriften. Barroso sprach sich dafür aus, möglichst viele Bereiche in die Verhandlungen einzubeziehen. „Lassen sie uns ambitioniert sein.“ Man werde nachher sehen, was machbar sei.

„Wir wollen der Abschaffung aller Zölle so nahe wie möglich kommen“, sagte der Portugiese. Für „sensible Produkte“ solle es aber Ausnahmeregelungen geben. Problematisch dürfte in den Verhandlungen, die im Sommer beginnen sollen, vor allem der Abbau von Handelsschranken bei der Landwirtschaft werden. Die Europäer sehen die in den USA verbreitete gentechnische Behandlung von Lebensmitteln skeptisch und wollen in diesem Bereich Beschränkungen beibehalten.

Doch ein Kampf für einen neuen Wirtschaftsraum lohne sich. „Handel ist der billigste Weg, um Wachstum zu fördern.“ Beide Seiten könnten bei einem entsprechenden Abkommen ihr Wachstum um 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhöhen, erklärte Barroso in New York vor Investoren und Diplomaten.

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