Freilassung möglicherweise erst in einigen Tagen
Freilassung der französischen Geiseln verzögert sich

Die im Irak entführten französischen Journalisten sind wider Erwarten noch nicht frei. Nach Aussage der Partnerin einer der Geiseln kann dies noch mehrere Tage dauern.

HB BERLIN. Die Freilassung der beiden im Irak verschleppten Franzosen scheint sich zu verzögern. Die Partnerin des entführten Journalisten Georges Malbrunot, Sylvie Cherpin, sagte am Freitagabend auf einer Pressekonferenz, die «Freilassung steht nicht unmittelbar bevor». Darüber habe sie das französische Außenministerium informiert. Zuvor hatten die Behörden die Erwartung geäußert, dass die beiden Reporter am Freitag freikämen. «Man hat mir gesagt, dass das keine Frage von Stunden ist, sondern dass es mehrere Tage dauern könnte», sagte Cherpin. Malbrunot und Christian Chesnot seien am Leben aber nicht außer Gefahr.

Der Direktor des Radiosenders RF1 hatte zuvor berichtet, die beiden seien auf dem Weg zum Flughafen. Möglicherweise würden sie durch Gefechte in der Nähe der Stadt Falludscha aufgehalten.

Für Verwirrung sorgte eine am Freitag auf einer islamistischen Website verbreitete Erklärung der Kidnapper, wonach sie selbst in Kürze eine Entscheidung über das Schicksal der Geiseln verkünden wollten. Die Gruppe haben niemanden zu ihrem Vermittler bestimmt, heißt es laut britischen Medien. Die Echtheit der Erklärung wurde bislang allerdings nicht bestätigt.

Der französische Innenminister Dominique de Villepin hatte am Donnerstagabend gesagt, er rechne mit einer «glücklichen Wendung», wenn am Freitag die traditionellen Gebete stattfänden. Alle Mittel würden eingesetzt. Nähere Einzelheiten wollte der Minister nicht nennen.

Ähnlich äußerte sich später der Vizepräsident des Rats der Moslems in Frankreich, Mohamed Bechari. Er gehe von einer Freilassung am Freitag aus, sagte er. Zuvor müssten allerdings noch Sicherheitsfragen geklärt werden.

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