Freilassung von Rebellen
Kolumbien macht Angebot für Freilassung von Betancourt

Kolumbien hat der Guerilla-Bewegung Farc als Gegenleistung für ein Ende der Geiselhaft von Ex-Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt die Freilassung Hunderter inhaftierter Rebellen angeboten. Die Politikerin befindet sich bereits seit fast sechs Jahren in Gefangenschaft. Die Chancen einer Freilassung ahtten sich zuletzt verschlechtert.

HB BOGOTA. Präsident Alvaro Uribe unterzeichnete am späten Donnerstagabend ein entsprechendes Dekret, um Bewegung in den Fall der seit 2002 entführten französisch-kolumbianischen Politikerin zu bringen. „Die rechtliche Grundlage für einen Gefangenenaustausch ist geschaffen, und wir haben die Bedingungen so weit wie möglich minimiert“, sagte Friedenskommissar Luis Carlos Restrepo zu Journalisten.

Die Farc hält Hunderte Menschen zum Teil seit Jahren in ihrer Gewalt, um Lösegeld zu erpressen oder politischen Druck auszuüben. Venezuelas Präsident Hugo Chavez hatte in Verhandlungen mit der Farc in diesem Jahr die Freilassung von sechs Geiseln erreicht, darunter einer Mitarbeiterin Betancourts.

Die Chancen für eine Freilassung der nach offiziellen Angaben schwer erkrankten Politikerin hatten sich zuletzt aber verschlechtert: Kolumbianische Truppen töteten vor einer Woche in Ecuador den Farc-Kommandeur Raul Reyes. Die Nummer Zwei der Bewegung war der wichtigste Kontaktmann französischer und anderer Verhandlungsteams. Für eine Freilassung der prominenten Geisel, die auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, hat sich auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy eingesetzt.

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