Freundschaftsvertrag mit ASEAN
Nordkorea unterzeichnet Nichtangriffspakt

Nordkorea geht einen weiteren Schritt in Richtung der Normalisierung seiner Außenbeziehungen: Das Regime von Diktator Kim Jong-Il hat einen Nichtangriffpakt mit der Vereinigung Südostasiatischer Nation (ASEAN) abgeschlossen. Trotzdem bleibt das Land weiter Teil der "Achse des Bösen".

HB SINGAPUR. Außenminister Pak Ui Chun unterzeichnete den Freundschafts- und Kooperationsvertrag mit den zehn Staaten am letzten Tag einer jährlichen ASEAN-Regionalkonferenz zu Sicherheitsthemen. Gegenstand des Vertrags ist der Verzicht auf Gewalt und Drohungen bei Konflikten zwischen den Unterzeichnerstaaten. Die Unterzeichner verpflichten sich, alle Konflikte friedlich zu lösen.

Im Gegenzug für die Einstellung des umstrittenen Atomprogramms hat Pjöngjang damit Aussicht auf eine Normalisierung der Beziehungen zu Japan und den USA. Die südkoreanische Regierung in Seoul, die ebenfalls nicht zu ASEAN gehört, begrüßte Nordkoreas Schritt. Das kommunistische Regime ist damit der elfte Nicht-Mitgliedsstaat, der einen entsprechenden Vertrag mit den ASEAN-Ländern abschließt.

Trotz der Zugeständnisse Nordkoreas wollen die USA das Land nicht von der "Achse des Bösen" streichen. "Solange sie ihre Atomwaffen-Programme nicht vollständig und nachprüfbar aufgeben, ordnen wir es in derselben Kategorie ein", heißt es aus dem Weißen Haus. Präsident George W. Bush hatte 2002 Nordkorea, den Irak und den Iran als "Achse des Bösen" bezeichnet.

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