Friedenprozess ausgesetzt
Zwei Tote nach ETA-Anschlag befürchtet

Noch immer werden nach dem Autobombenanschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA auf den Großflughafen von Madrid zwei Menschen vermisst. Die spanischen Rettungskräfte befürchten nun, dass sie ums Leben gekommen sind.

HB MADRID. Die beiden 19 und 35 Jahre alten Männer aus Ecuador werden unter den Trümmern des Parkhauses vermutet, wo der in einem Lieferwagen versteckte Sprengsatz am Samstag detoniert war. Sie waren am Flughafen, um Verwandte abzuholen.

Die ETA setzte nach Angaben der Ermittler 500 bis 800 Kilogramm Sprengstoff ein. Es war damit eine der gewaltigsten Bomben, die je von der Separatistenorganisation gelegt worden sind. Bei dem Anschlag waren 26 Menschen leicht verletzt worden. Die Feuerwehr setzt bei der Suche nach den beiden Vermissten schweres Gerät ein. Es gelte, rund 40 000 Tonnen Schutt zu beseitigen, hieß es. Die Bergungsarbeiten könnten noch Tage dauern.

Mit dem Attentat hatte die ETA ihre vor neun Monaten verkündete „Waffenruhe“ beendet. Als Reaktion setzte Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero den Friedensprozess mit der baskischen Untergrundorganisation bis auf weiteres aus. Er ordnete an, alle Verhandlungsbemühungen mit der ETA einzustellen. Eine Wiederaufnahme des Dialogs sei nur möglich, wenn die Organisation ihren Willen zur Abkehr vom Terror unter Beweis stelle, sagte Zapatero.

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