Friedensgespräche für den 23. August geplant
Arabische Liga erteilt Sanktionen gegen Sudan eine Absage

Die von den UN angedrohten möglichen Maßnahmen würden die Krise nur verschärfen, hieß es in der Abschlusserklärung der Außenminister, die sie auf ihrer Dringlichkeitssitzung in Kairo am Sonntag verabschiedet hatten. Unterdessen haben sich die sudanesische Regierung und zwei Rebellenorganisationen in der Krisenregion Darfur auf Friedensgespräche verständigt.

HB KAIRO/KHARTUM/ADDIS ABEBA. Die Maßnahmen, wenn die sudanesische Regierung die in der Region Darfur plündernden Reiter-Milizen nicht entwaffne, würde die Krise im Lande nur noch weiter ausweitet, so die Meinung der Außenminister, die sich in Kairo zu Gesprächen trafen. Auch lehnt die Arabische Liga ausländische militärische Intervention auf dem Krisengebiet ab.

Großbritannien und Australien hatten zuvor erklärt, sie könnten Truppen nach Darfur schicken. Um den Flüchtlingen in den Region zu helfen, hatte Frankreich seine rund 200 Soldaten im Nachbarstaat Tschad an die sudanesische Grenze verlegt. In Darfur sind den Vereinten Nationen (UN) zufolge in den vergangenen Monaten mehr als 30 000 Zivilisten getötet und mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Zwei Millionen Menschen benötigten dringend Nahrung und Medikamente. Für zahlreiche Gräueltaten an der schwarzafrikanischen Bevölkerung werden arabische Milizen verantwortlich gemacht. Der Regierung im Sudan wird vorgeworfen, diese zu unterstützen, was die Führung in Khartum zurückweist. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) hat der Regierung eine in drei Wochen ablaufende Frist gesetzt, um die Milizen in Darfur zu entwaffnen.

Unterdessen hat sich die sudanesische Regierung zusammen mit den Darfur-Rebellen und Khartum in der Krisenregion auf Friedensgespräche geeinigt. Wie es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung am Sitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba hieß, soll das Treffen am 23. August in der nigerianischen Hauptstadt Abuja stattfinden. Bei den Rebellen handelt es sich um die Gerechtigkeits- und Gleichheitsbewegung sowie die Sudan Befreiungsbewegung. Die Arabische Liga rief die Regierung in Khartum auf, Führer der marodierenden arabischen Reitermilizen festzunehmen.

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