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Friedensgespräche: Taliban verhandeln mit Islamabad

Ein pakistanischer Taliban-Anführer hat erstmals Friedensgespräche mit der Regierung in Islamabad bestätigt. Der Führer der Extremisten erklärte, die Verhandlungen würden sich „gut entwickeln“.

Pakistanische Soldaten nach einem Angriff auf einen Truck. Quelle: dapd
Pakistanische Soldaten nach einem Angriff auf einen Truck. Quelle: dapd

PeshawarDie pakistanischen Taliban sind nach eigenen Angaben in Friedensgesprächen mit der Regierung in Islamabad. Erstmals bestätigte ein namentlich genannter Führer der Extremisten die Verhandlungen, die sich „gut entwickeln“ würden.

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Kommandeur Maulvi Faqir Mohammad, der als stellvertretender Führer der Taliban gilt, sagte am Samstag, seine Männer hätten „Friedensgespräche mit relevanten Regierungsvertretern“ geführt. Die Verhandlungen entwickelten sich gut, „und wir unterzeichnen womöglich bald eine offizielle Friedensvereinbarung mit der Regierung“, sagte er in einem Telefongespräch.

Im November hatten Extremisten und Geheimdienstmitarbeiter anonym erklärt, dass es Friedensverhandlungen gebe. Nach entsprechenden Berichten bestritten die pakistanische Regierung und das Militär allerdings Gespräche, auch ein Sprecher der Taliban dementierte.

Ob Mohammad für die ganze Gruppe spricht, war zunächst unklar. Beobachter gingen davon aus, dass sich die pakistanischen Taliban im vergangenen Jahr in konkurrierende Fraktionen aufgesplittert haben. Mohammad, dessen Einflussgebiet hauptsächlich Bajur ist, sagte, jede in der Stammesregion erzielte Einigung könnte Vorbildcharakter für die restliche Grenzregion haben.

Von der pakistanischen Regierung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. In der Vergangenheit wurden Friedensvereinbarungen von den Aufständischen dazu genutzt, neue Kräfte zu sammeln und sich neu zu organisieren. Die pakistanischen Taliban haben Islamabad den Krieg erklärt und Hunderte blutige Selbstmordanschläge im ganzen Land verübt. Sie bieten Extremisten im Nachbarland Afghanistan Zuflucht.

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