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Mein Europa - zwölf Plädoyers für die Zukunft

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Christian Panster: Mehr Großzügigkeit

Christian Panster ist Ressortleiter Finanzen bei Handelsblatt Online. Quelle: Bernd Roselieb
Christian Panster ist Ressortleiter Finanzen bei Handelsblatt Online. Quelle: Bernd Roselieb

Europa ist mehr als ein Binnenmarkt – und mehr als nur eine Währungsgemeinschaft. Europa ist die Idee von einer besseren, einer friedlichen Gesellschaft. Sie wurde geboren zu Zeiten, als man noch wusste, was es bedeutet, wenn sich die ganze Welt – und nicht zuletzt die Europäer – die Köpfe einschlagen.

Wir Deutschen tun gut daran, den Wert dieser Idee nicht allein daran zu bemessen, wie viel von unseren Steuergeldern nach Griechenland oder sonst wo in Europa fließt. Wir sollten nicht kleinmütig, sondern großzügig sein. Auch wir Deutschen haben Geld von unseren Nachbarn bekommen, als wir es dringend brauchten, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Nicht zuletzt deshalb ist unser Land zu dem geworden, was es heute ist.

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Was Europa braucht ist Solidarität. Und zwar mehr, als es derzeit bekommt. Europa braucht trotz aller Verschiedenheit eine gemeinsame Finanzpolitik, gemeinsame Steuern. Nur so wächst es auch weiter zusammen. Europa muss mehr sein als ein lockerer Staatenbund. Nur so haben wir in Zukunft eine Stimme in der Welt.

108 Kommentare

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  • 15.12.2012, 20:06 UhrDrCoaleonesErbengemeinschaft

    Brüssel war 1966 de facto PLEITE und heute eine "blühende" Landschaft mit der Hauptsprache Französisch, obwohl zweisprachig, gleichrangig Flämisch (nicht Niederländisch) und mittlerweile können wir mit Vlaamse Tricks ook Duits spreken.

    Hätte de Gaulle der NATO nicht den Rücken gekehrt und sie hinausgeschmissen, vor allen Dingen der Hegemonie der US-Amerikaner wegen, ja wäre... und das ist Fakt, Belgien schon lange Land unter. Sie haben alle an der Europäischen Idee vortrefflich verdient. Und Deutschland gewiß auch; denn ansonsten hätte wir unsere Waren in der Schweiz und Österreich absetzen können. Österreich brauchte aus Deutschland keinen Stahl, nur den Koks und die Schweiz sammelte schon beizeiten weltweit Schrott, um diesen zu bearbeiten.

    Wenn hier einige über die Europäische Union und damit die europäische Idee insgesamt meinen, dann wissen einige offensichtlich nicht, daß eine Korrektur kommen wird. Dafür sorgt diesmal ein Sozialdemokrat als Europa-Parlaments-Präsident, Martin Schulz. Gönnen wir ihm die Einarbeitung und stehen ihm bei schwierigen Aufgaben gegen das Establishment bei. Er hätte es redlich verdient ein Korrektiv zu Merkel und anderen "Größen" zu sein. Europa ist für manche Konservative nur gut, wenn sie allerorten das Zepter schwingen dürfen.

    Aber diese Mentalität hatten wir doch schon einmal und ging vollends in die Hausse. Die anderen anwesenden Mitglieder der Union fahren gerne große Geschütze auf, geht es jedoch ans Eingemachte, da wird der Weißkohl schneller zur Choucroute, als gemeinhein ein Franzose den Weißwein eingießen mag. À là votre, Santé.

  • 13.12.2012, 15:03 Uhrchampus

    @Rapid
    „Das sind die Vorstellungen der Supereuropäer wie champus sie bevorzugt.“
    Mißverständis – der letzte Satz in meinem Beitrag ist quasi als „junktim“ zu verstehen. Der Kommentar von @Vicario unten entspricht meiner eigenen Vorstellung:
    „Die Franzosen werden niemals eine andere Sprache zulassen, als die Französische ! Damit ist alles gesagt ! Versucht man sich auf eine Sprache ausser der Französischen zu einigen, wäre das das Ende der EU ! Das ist evtl. die Lösung, wie man diesem Unsinn ein Ende bereitet und die EU-Utopie begräbt !“

  • 12.12.2012, 18:17 UhrEin_Sparsamer

    "Na, die Ironie haben Sie wohl nicht gemerkt, bei dem "Vorschlag" Esperanto als europäische "Amtssprache" einzuführen."
    ----------------------------
    Zugegebenermaßen ist mir die Ironie durchgegangen. Anderseits hat Ihre Ironie einen ernsthaften Hintergrund. Die würden sich tatsächlich m.E. eher auf eine Kunstsprache einigen als auf Englisch.
    Tatsache ist, daß neben den Regionalsprachen eine verbindliche Amtssprache wirklich notwendig wäre, alleine schon, um "Mißinterpretationen" von europäischen Gesetzesvorlagen zu vermeiden.

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