Friedensnobelpreis: Maike Freund: Kein Platz für Extremisten

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Mein Europa - zwölf Plädoyers für die Zukunft

Maike Freund: Kein Platz für Extremisten

Die Beispiele Griechenland und Ungarn zeigen es nur zu deutlich: Die Krise bringt politische Extreme hervor, dort ist es Aufmarsch der Faschisten. Möglich, weil die Menschen sich von einem schwachen Staat alleingelassen fühlen, verzweifelt sind wegen ihrer finanzielle Not, Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Und dafür einen Sündenbock suchen. In Griechenland müssen dafür die illegalen Einwanderer herhalten, in Ungarn die Roma.

In meiner Version von Europa ist jedoch kein Platz für Extremisten. Ist die Demokratie so gefestigt, dass sie auch für jede Minderheit gilt. Ist Europa weitherzig genug, über die eigenen Staats-, aber auch Europas Grenzen hinauszudenken und die Rechte, die jeder für sich einfordert, auch anderen zu gewähren, weil Europa seine Bürger stützt.

Das heißt für mich: In Sachen Europa liegt der Blick zu sehr auf Staatsschulden und Bankenrettung. Was die Krise im schlimmsten Fall mit den Menschen macht und in anderen Ländern vielleicht noch machen könnte, rückt zu sehr in den Hintergrund. Und das ist – siehe Griechenland & Co. – gefährlich.

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