Mein Europa - zwölf Plädoyers für die Zukunft

Friedensnobelpreis
Mein Europa - zwölf Plädoyers für die Zukunft

Maike Freund: Kein Platz für Extremisten

Die Beispiele Griechenland und Ungarn zeigen es nur zu deutlich: Die Krise bringt politische Extreme hervor, dort ist es Aufmarsch der Faschisten. Möglich, weil die Menschen sich von einem schwachen Staat alleingelassen fühlen, verzweifelt sind wegen ihrer finanzielle Not, Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Und dafür einen Sündenbock suchen. In Griechenland müssen dafür die illegalen Einwanderer herhalten, in Ungarn die Roma.

In meiner Version von Europa ist jedoch kein Platz für Extremisten. Ist die Demokratie so gefestigt, dass sie auch für jede Minderheit gilt. Ist Europa weitherzig genug, über die eigenen Staats-, aber auch Europas Grenzen hinauszudenken und die Rechte, die jeder für sich einfordert, auch anderen zu gewähren, weil Europa seine Bürger stützt.

Das heißt für mich: In Sachen Europa liegt der Blick zu sehr auf Staatsschulden und Bankenrettung. Was die Krise im schlimmsten Fall mit den Menschen macht und in anderen Ländern vielleicht noch machen könnte, rückt zu sehr in den Hintergrund. Und das ist – siehe Griechenland & Co. – gefährlich.

Kommentare zu "Mein Europa - zwölf Plädoyers für die Zukunft"

Alle Kommentare
  • Ein teurer Nobelpreis - für Deutschland!

  • alles träumer die die geschichte vergessen...

    und übershen was für eine einbruch wir seit den 90ern haben....

    aber anscheind ist das ab ner bestimmten gehaltklasse egal wie es den untern einkommen geht...

  • In den 55 Jahren seit ihrer Gründung mit den Römischen Verträgen hat sie einen vom zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Kontinent befriedet, geeint und wohlhabend gemacht.

    der freide geht auf die NATO zurück.... immer das verdrehen von tatsachen europa war nur dazu da D einzubinden...

  • Wer will denn noch Europa? Und wer will welches Europa? Die EU-Südländer spielen doch nur noch mit, wenn Europa als Transferunion billiges Geld mit deutschen Garantien beschafft. Fällt das weg kann man Europa vergessen. Und deshalb blickt alles auf Deutschland. Ist Deutschland bereit zu zahlen, ist Europa o.k. Will Deutschland nicht mehr zahlen ist Europa vorbei. Da hat niemand mehr Interesse daran! Ausser natürlich Brüssel selbst!

  • O-Ton Handelsblatt
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    Das beweisen unsere persönlichen Visionen für Europa.
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    Wer Visionen für beweiskräftig hält sollte unbedingt einen Facharzt aufsuchen.

  • Liebe Handelsblatt-Redaktion,

    laut Helmut Schmitt: "Wer eine Vision hat, der sollte zum Arzt gehen."

    Ganz so weit möchte ich bei Euch nicht gehen, aber die vielfache Realitätsverweigerung spricht für sich. Insbesondere: wer glaubt, seine Visionen würden etwas beweisen, also wirklich!

    Aus einem Duden: Vision (v. lat.: videre = sehen;frz.: vision = Traum) bezeichnet
    o eine religiöse Erscheinung Vision (Religion)
    o eine optische Wahrnehmung, auch Sinnestäuschung oder Halluzination Vision (optisch)
    o eine Vorstellung oder Imagination bezüglich eines Zustandes in unbestimmter Zukunft Vision (Zukunft)
    o oder eine zukunftsträchtige Entertainment Branche

    Ihr dürft Euch heraussuchen, was für Eure Visionen am besten zutrifft und wie damit was "bewiesen" wird. Mir persönlich gefällt das mit der zukunftsträchtigen Entertainment (Infotainment) Branche am besten!

  • Liebes HB,
    vielen Dank für Ihre herrlichen 12 naiven Sichtweisen.
    In den letzten Monaten konnten wir Leser Ihren Standpunkt zum Thema Europa bereits mehrfach feststellen. Von Objektivität in der Berichterstattung waren/sind Sie noch Lichtjahre entfernt! Die 12 Fiktionen sind tatsächlich zum Teil erstrebenswert und wären sogar hilfreich. Allerdings fehlt Ihnen, wie so oft, die Fähigkeit, der Realität ins Auge zu blicken...

  • es ist natürlich schon DER Helmut Schmidt (nicht Schmitt), von dem dieses Zitat stammt.

  • Europa? Eine Zukunft?
    Brüssel hat in den letzten zehn Jahren alle Ziele der Wirtschaftsunion EU verfehlt und die EU zur Transferunion umgebaut. Wie soll man da Vertrauen in Brüssel setzen? Und noch dazu mehr Hoheitsrechte übertragen? Die EU ist nicht mehr das wie sie einmal gegründet wurde. Und für eine Zukunft unter anderen Rahmenbedingungen muss man erst einmal Konsens schaffen und kann nicht einfach weiterbiegen. Da sollte man sich schon eine Phase zum innehalten und nachdenken gönnen.

  • Die reale EU wird so nicht gewünscht. Bevormundungen und teure Verwaltung ebenso. Schuldenvergemeinschaftung muss man ablehnen. Die EU hat nur eine Chance, wenn die Mitgliedsländer ihre bürgernahe Eigenständigkeit behalten. Die Abgabe von Rechten bleibt problematisch, weil sie Undemokratisches vorprogrammiert. Die Menschen wollen ein würdiges Mit- und Nebeneinander, aber keine bürgerferne EU-Diktatur bis ins Kleinste. Darum müssen die Ziele neu und ehrlich festgelegt werden. Einen EU-Wasserkopf brauchen wir nicht. Und übrigens: Länder wie Italien, Frankreich oder auch Großbritannien werden ihre eigene Identität niemals aufgeben. Warum sind die Deutschen so dumm und verkaufen sich aus?

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