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Friedensnobelpreis: Mein Europa - zwölf Plädoyers für die Zukunft

Heute bekommt die Europäische Union den Friedensnobelpreis - und die Kritiker geraten darüber in Stimmung. Handelsblatt Online macht da nicht mit. Wir präsentieren zwölf persönliche Visionen unserer Autoren für Europa.

DüsseldorfEuropa, so klein und doch so groß. Wie klein die Europäische Union sein kann, zeigt die eifersüchtige Rollenverteilung bei der feierlichen Verleihung des Friedennobelpreises in Oslo. Martin Schulz, Präsident des Europa-Parlaments, bekommt die goldene Medaille umgehängt. Dann hält Kommissionschef José Manuel Barroso die erste Hälfte der Dankesrede. Dann darf Ratspräsident Herman Van Rompuy die Rede abschließen. Barroso und Van Rompuy nehmen die Urkunde in Empfang - ob mit zwei oder vier Händen war bis zum Schluss umstritten. Klarer kann man die Probleme der EU nicht demonstrieren, die 27 Staaten und 500 Millionen Menschen umfasst.

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Man muss schon ein paar Schritte zurücktreten, um die tatsächliche Größe der Europäischen Union zu erkennen. In den 55 Jahren seit ihrer Gründung mit den Römischen Verträgen hat sie einen vom zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Kontinent befriedet, geeint und wohlhabend gemacht. Die gemeinsame Währung Euro steht seit zwei Jahren unter stärkstem Beschuss, die Betrügereien früherer griechischer Regierungen und die Doppelmoral der Partner hat zu einer schweren Existenzkrise geführt - aber bislang widersteht die EU allen Angriffen.

Reaktionen „Ein Ansporn zur Bewältigung der Eurokrise“

  • Reaktionen: „Ein Ansporn zur Bewältigung der Eurokrise“
  • Reaktionen: „Ein Ansporn zur Bewältigung der Eurokrise“
  • Reaktionen: „Ein Ansporn zur Bewältigung der Eurokrise“
  • Reaktionen: „Ein Ansporn zur Bewältigung der Eurokrise“

Dabei könnte die EU tatsächlich so viel besser sein, mit mehr Gerechtigkeit und Demokratie, mit weniger Bürokratie, Streit und Eitelkeiten. „In einer Zeit der Unsicherheit erinnert dieser Tag die Menschen in Europa und in aller Welt an den fundamentalen Zweck der Europäischen Union: Die Verbrüderung der europäischen Nationen voranzutreiben, jetzt und in der Zukunft“, weist Van Rompuy in seiner Dankesrede den Blick nach vorne.

Handelsblatt-Redakteure aus dem In- und Ausland haben aufgeschrieben, wie ihre persönliche Vision von Europa aussieht. Träumen Sie mit - und beteiligen Sie sich im Kommentarfeld, bei Facebook oder Twitter an der Aktion.

107 Kommentare

Alle Kommentare lesen
  • 10.12.2012, 12:37 Uhrmondahu

    Ein teurer Nobelpreis - für Deutschland!

  • 10.12.2012, 12:41 UhrOmarius

    alles träumer die die geschichte vergessen...

    und übershen was für eine einbruch wir seit den 90ern haben....

    aber anscheind ist das ab ner bestimmten gehaltklasse egal wie es den untern einkommen geht...

  • 10.12.2012, 12:41 UhrOmarius

    In den 55 Jahren seit ihrer Gründung mit den Römischen Verträgen hat sie einen vom zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Kontinent befriedet, geeint und wohlhabend gemacht.

    der freide geht auf die NATO zurück.... immer das verdrehen von tatsachen europa war nur dazu da D einzubinden...

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