Friedensnobelpreis
Reding hat Vision von europäischer Regierung

Vize-Kommissionspräsidentin Viviane Reding fordert mehr Macht für die EU-Institutionen. D ie Europäische Kommission müsse besonders im Wirtschaftsbereich zur Regierung werden. Kritik am Friedensnobelpreis wies sie zurück.
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DüsseldorfDie Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane Reding fordert mehr Macht für die europäischen Institutionen. „Ich halte die Vereinigten Staaten von Europa für die richtige Vision, um die aktuelle Krise, vor allem aber die architektonischen Defizite des Maastrichter Vertrags - eine Währungsunion ohne parallele Politische Union - mittelfristig zu überwinden“, sagte Reding der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagausgabe) anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU. Das bedeute auch, dass die Europäische Kommission gerade im Bereich der Wirtschaftspolitik zu einer europäischen Regierung werden müsse, die vom Europäischen Parlament umfassend parlamentarisch kontrolliert werde.

Die Justizkommissarin hält Kritik an der Auszeichnung der EU mit dem Preis für ungerechtfertigt. „Der Friedensnobelpreis geht aus meiner Sicht gerade zur rechten Zeit an die Europäische Union. Es ist gut, dass wir Europäer von Oslo aus daran erinnert werden, dass die Europäische Union immer zuallererst ein wertegeprägtes Friedensprojekt gewesen ist und dies weiterhin bleiben muss“, sagte Reding.

 
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Friedensnobelpreis: Reding hat Vision von europäischer Regierung"

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  • Da wird mir ja ganz übel. Wenn wir in Deutschland schon nur eine Scheindemokratie haben, wie soll das denn bitteschön in der EU funkttionieren? Wer überwacht die Wächter?
    Mit Scheindemokratie meine ich tatsächlich die Scheine....Geldscheine. Alles fein gesteuert von Goldman Sachs,Bilderberg, Council on Foreign Relations.
    Von wem hat überhaupt Frau Reding eine Legitimation. Ich kann mich nicht entsinnen, eine Europäische Kommision gewählt zu haben oder gar, dass es in Deutschland dazu einen Volksentscheid zur Legitimation der EU überhaupt gegeben hat. Ein schwer durchschaubares Konstrukt, gesteuert von einer Finanzelite, für die Schulden die einzige Währung ist, damit sich alle fein im Hamsterrad der Zinssklaverei bewegen. Zinsen aus Buchgeld !


  • Wir brauchten kein Grossdeutschland, wir brauchen kein Grosseuropa.

    Wir brauchen ein gerechtes Europa ohne Politkriminelle.

    Nur so halten wir eine gewisse Form anständiger Demokratie am Leben.

    Wer wegschaut, duldet, verliert am Ende. Und irgendwo da am Horizont taucht ein nebulöser Schatten auf...

  • Ich habe das Interview komplett gelesen. Sie hat in allem Recht. Besonders wichtig ist, dass sie mehr Demokratie in der EU fordert. Daran krankt sie nämlich hauptsächlich.

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