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Friedensprozess: Jordanien will Nahost-Gespräche vorantreiben

Gibt es bald Bewegung in Nahost? Jordaniens König Abdullah hofft auf Fortschritte bei den Kontakten zwischen Palästinensern und Israelis. Und stimmt sich in Washington mit Präsident Obama ab.

US-Präsident Barack Obama und Jordaniens König Abdullah II. Quelle: dpa
US-Präsident Barack Obama und Jordaniens König Abdullah II. Quelle: dpa

Washington/Tel AvivDer jordanische König Abdullah II. hofft auf einen neuen Anlauf zu Nahost-Friedensgesprächen. Allerdings seien die bisherigen Kontakte unter jordanischer Schirmherrschaft noch in der Frühphase. „Wir müssen die Daumen drücken und hoffen, dass wir Israelis und Palästinenser aus der Sackgasse kriegen“, sagte er am Dienstag nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama.

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Einzelheiten des Treffens im Weißen Haus wurden nicht bekannt. Das Weiße Haus teilte lediglich weiter mit, man habe über die Bemühungen Jordaniens gesprochen, den Friedensprozess in Nahost wieder in Gang zu bringen. Die Gespräche über die Möglichkeit der Wiederaufnahme von Nahost-Friedensverhandlungen unter der Schirmherrschaft des Königs hatten Anfang des Monats in Amman begonnen.

Seither haben sich Unterhändler beider Seiten dreimal getroffen, zuletzt am vergangenen Sonntag. Ein viertes Treffen ist für den 25. Januar angesetzt. Bereits zuvor hatte sich Abdullah „vorsichtig optimistisch“ über den Stand der Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern geäußert. „Wir alle kennen die Stellungen, in die sich beide Seiten eingegraben haben. Dennoch glaube ich, dass sie einen Ausweg suchen und direkte Verhandlungen wollen“, zitierte die „Washington Post“ das Staatsoberhaupt. Beide Seiten würden kleine Schritte aufeinander zu machen. Abdullah räumte zugleich ein, dass die Zeit für eine größere Nahost-Friedensinitiative der USA noch nicht reif sei. „Wir können nicht erwarten, dass sich die Amerikaner mit vollem Gewicht einschalten, bevor wir ein ausreichendes Paket haben, bei dem sich das Ergebnis etwas vorhersehen lässt“, sagte Abdullah der „Washington Post“.

Ende Januar endet auch eine vom Nahost-Quartett aus USA, Russland, Vereinten Nationen gesetzte Frist, binnen derer beide Seiten ihre Vorschläge für den Verlauf von Grenzen und Sicherheitsregelungen vorlegen sollten. Die Palästinenser fordern, dieser Termin müsse eingehalten werden. Die Israelis argumentieren, die Sondierungsgespräche hätten viel später als vorgesehen begonnen und müssten deshalb auch länger dauern.

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