Friedensprozess mit AUC
Rebellen ermorden in Kolumbien 34 Bauern

Mindestens 34 Koka-Bauern sind in Kolumbien von Rebellen der linken FARC ermordet worden. Nach offiziellen Angaben war es das schlimmste Massaker seit Amtsantritt von Präsident Alvaro Uribe im August 2004.

HB BOGOTA. Fast zeitgleich erklärte die Regierung in der Nacht zu Mittwoch den Beginn von Friedensverhandlungen mit den berüchtigten rechten Paramilitärs. Die „Einheiten zur Selbstverteidigung Kolumbiens“ (AUC) sind die Erzfeinde der linken Rebellen.

Das Massaker ereignete sich im Nordosten des Landes. Etwa 50 Mitglieder der marxistischen „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) seien in die Landgemeinde Tibú an der Grenze zu Venezuela eingedrungen und hätten Bauern umgebracht, die Koka-Sträucher anbauten, sagte ein Behördensprecher der dpa. AUC-Anführer Salvatore Mancuso berichtete, die FARC hätten ihre Opfer der Unterstützung seiner Gruppe bezichtigt.

Sowohl die FARC als auch die AUC verdienen kräftig am Drogenschmuggel und machen sich die Kontrolle weiter Teile des Landes streitig. Ein Ende des seit 40 Jahren andauernden bürgerkriegsähnlichen Konflikts ist nicht in Sicht.

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