Friedenssichernde Wirkung erhofft
Rebellen unterzeichnen Abkommen für Südsudan

In dem seit 21 Jahren andauernden Konflikt im Südsudan haben Regierung und Rebellen das letzte Rahmenabkommen unterzeichnet.

HB NAIVASHA. „Dies wird den Weg zu einem umfassenden Frieden ebnen“, betonte sowohl der sudanesische Vizepräsident Ali Osman Taha als auch Rebellenführer John Garang in der Nacht zu Donnerstag am Verhandlungsort im kenianischen Naivasha.

„Es ist Zeit, die Waffen zu niederzulegen und die Werkzeuge des Wiederaufbaus zu ergreifen“, sagte Garang. „Wir hoffen, dass dieser Frieden ausstrahlt auf andere Regionen, die sich vernachlässigt fühlen, wie Darfur im Westen des Landes.“ Taha erwähnte die Krisenregion nicht. Seine Regierung steht derzeit unter heftigem internationalen Druck, die Menschenrechtsverletzungen dort zu beenden und Hilfsorganisationen freien Zugang zu gewähren.

Regierung und SPLA-Rebellen einigten sich in ihrem jüngsten Abkommen auf die jeweiligen Anteile an der künftigen Regierung und den Status dreier umstrittener Gebiete. Ein zeitlich unbegrenzter Waffenstillstand steht jedoch noch aus, und zahlreiche praktische Details müssen noch geklärt werden.

Beide Seiten werden in den kommenden Wochen weiter verhandeln. Der kenianische Vermittler Lazarus Sumbeiywo kündigte den Abschluss des umfassenden Friedensabkommens bis spätestens Mitte Juli an. „Es wird neue Ansprüche von beiden Seiten geben, doch eins steht fest: Der Sieger ist das sudanesische Volk“, sagte Sumbeiywo.

Es sei darüber hinaus ein „Sieg für den ganzen Kontinent“, sagte der kenianische Außenminister Kalonzo Musyoka. Es sei zu hoffen, dass der Frieden sich im ganzen Sudan ausbreite, die Krisenregion Darfur im Westen des Landes eingeschlossen, fügte er hinzu. Der Darfur- Konflikt war bei den Verhandlungen in Naivasha zwischen Khartum und SPLA-Rebellen offiziell nicht auf der Tagesordnung.

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