Friedenstruppe in Somalia
Zwei Tote nach Bombenanschlag

Zwei Soldaten tot, drei weitere verletzt - das ist das Resultat des Bombenanschlags auf die Friedenstruppe der Afrikanischen Union in Somalia. Währenddessen leidet das Volk weiter Hunger.
  • 0

MogadischuBei einem Bombenanschlag auf die Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AMISOM) in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Montagabend mindestens zwei Soldaten getötet worden. Drei weitere wurden nach Angaben von AMISOM-Sprecher Paddy Ankunda verletzt, als mehrere Selbstmordattentäter der radikalislamischen Al-Schabaab-Miliz in das Lager eindrangen.

Die Angreifer, die somalische Militäruniformen trugen, hätten versucht, weiter in das Militärcamp vorzudringen und dort ihre Bomben zu zünden, sagte Ankunda am Dienstag. Sie seien jedoch von Mitgliedern der Friedenstruppe aufgehalten und getötet worden, bevor sie ihr Ziel erreichten. Dabei sei der Sprengstoff explodiert und habe die AU-Soldaten in den Tod gerissen.

Unterdessen geht der Flüchtlingsstrom verzweifelter Hungernder nach Mogadischu und in die Nachbarländer unvermindert weiter. Allein im größten Flüchtlingslager der Welt im kenianischen Dadaab kämen UN-Angaben zufolge weiterhin täglich bis zu 1500 Somalier an, die tagelang zu Fuß unterwegs waren, um der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren zu entkommen. Besonders schwer betroffen sind die Regionen, die von der Al Schabaab kontrolliert werden.

Die Miliz kämpft seit Jahren gegen die Übergangsregierung in Mogadischu und gegen die 2006 entsandte AMISOM, die diese unterstützt. Ziel der Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida ist es, in der Region eine strenge Auslegung des islamischen Rechts durchzusetzen und am Horn von Afrika einen islamischen Staat gründen, der sich an einem weltweiten Dschihad beteiligt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Friedenstruppe in Somalia: Zwei Tote nach Bombenanschlag"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%