Friedenstruppe westafrikanischer Staaten soll für Waffenruhe sorgen
Friedensschluss in Liberia in greifbarer Nähe

Nach dem 14-jährigen Bürgerkrieg im westafrikanischen Liberia hat sich am Montag eine Einigung von Regierung und Rebellen auf einen Friedensschluss abgezeichnet.

Reuter MONROVIA. „Dem Abschluss einer Vereinbarung heute steht nichts im Wege“, sagte der Unterhändler der Rebellenorganisation LURD, Kabina Janeh, am Montag. In den Verhandlungen hatten sich Regierung und Rebellengruppen auf deren Vertretung im Parlament geeinigt. Der Entwurf der Vereinbarung solle vervielfältigt, verteilt und um 20.00 Uhr (MESZ) unterzeichnet werden.

Trotz dieser Ankündigung ist eine Verschiebung dieses Termin wahrscheinlich, denn vor der Vervielfältigung und der Verteilung der Vertragsdokumente sind noch zahlreiche Details zwischen Regierung, Rebellengruppen, politischen Parteien und Bürgergruppen zu klären.

Eine politische Lösung der jahrelangen Auseinandersetzungen in Liberia wurde durch die Absetzung des Präsidenten Charles Taylor möglich, der vor wenigen Tagen seinen Posten aufgab und nach Nigeria ins Exil zog. Für eine Waffenruhe soll eine Friedenstruppe westafrikanischer Staaten sorgen, die von etwa 200 US-Marineinfanteristen unterstützt wird. Mit dem Ende der Kämpfe hoffen Hilfsorganisationen, die Hunderttausenden Flüchtlinge in dem Land endlich mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen zu können.

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