Friedensverhandlungen: Israelis und Palästinenser brechen Gespräche ab

Friedensverhandlungen
Israelis und Palästinenser brechen Gespräche ab

Doch keine Bewegung in Nahost: Neue Friedensverhandlungen sind abgebrochen worden, bevor sie angefangen haben. Das sagen jedenfalls die Palästinenser, israelische Vertreter argumentieren dagegen.
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AmmanEine Serie von Vorgesprächen über eine mögliche Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern ist ergebnislos beendet worden. Es werde keine weiteren Treffen geben, sagte ein hochrangiger palästinensischer Vertreter am Mittwoch nach dem fünften Gespräch in Jordanien. Israel habe sich nicht einen Schritt bewegt.

„Wir werden jetzt unsere Möglichkeiten prüfen und uns mit unseren Brüdern in der Arabischen Liga am 4. Februar beraten.“

Beide Seiten hatten sich auf Drängen des Nahost-Quartetts insgesamt fünf Mal in diesem Monat getroffen. Israel legte dabei einen 21-Punkte-Vorschlag vor, doch Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas wies diesen als wertlos zurück.

Ende Oktober hatte das Nahostquartett aus EU, USA, UNO und Russland Israel und die Palästinenser aufgefordert, binnen drei Monaten Vorschläge für eine Lösung des Konflikts zu machen.

Die Frist verstreicht am Donnerstag. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu argumentierte indes, die Frist gelte seit dem ersten Treffen zwischen beiden Seiten am 3. Januar und folglich bis zum 3. April.

Am Donnerstag kommt die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, die sich derzeit in der Region aufhält, in Jordanien mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kündigte am Mittwoch in New York an, kommenden Montag zunächst nach Amman zu reisen. Er wolle dann bei seinen Gesprächen in Israel und den Palästinensergebieten eine «positive Atmosphäre schaffen, um voranzukommen», sagte Ban.

Die Friedensverhandlungen liegen seit Ende 2010 auf Eis, nachdem Israel sich weigerte, wie von den Palästinensern gefordert einen Baustopp jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland zu verlängern.

Die Palästinenser haben erklärt, sie können nicht verhandeln, so lange Israel Siedlungen auf Gebieten errichtet, auf denen sie ihren eigenen Staat gründen wollen. Israel fordert dagegen Gespräche ohne Vorbedingungen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kleine Info zur Diskussion:

    Im der Papierausgabe des Handelsblatts vom 20.01.2012 konnte man einen Artikel über

    Exporte Israelischer Firmen nach Iran

    lesen. Alles über Umwege und ganz leise.

    Soviel zur Verlogenheit.

    Schönen Abend noch.

  • Terroristen lassen Friedensgespräche endgültig scheitern

    Die Vetreter Israels und der arabischen Autonomiebehörde (PA) des Holocaustleugners und Hintermanns der Terroranschläge auf die Olympischen Spiele 1972 in München, Abu Mazen ("Mahmoud Abbas") haben sich am Mittwoch zum fünften Mal in Amman, Jordanien, zu Verhandlungsgesprächen getroffen. Der israelische Anwalt Jitzchak Molcho und sein Verhandungspartner, der PA-Unterhändler Saeb Erekat, haben arabischen Quellen zufolge keinerlei Übereinstimmungen oder Annäherungen erreichen können - trotz weitreichender Angebote der israelischen Seite. ....................

    http://haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=7746

  • Geistiger Führer der ´gemäßigten`Abbas-Gang:
    `Töten von Juden ein religiöses Ziel des Islam´


    Der oberste "Geistliche" der Terrorganisation Fatah von PA-Führer Abbas hat in einer offiziellen Botschaft erneut unterstrichen, was man unter "gemäßigten Palästinensern" zu verstehen hat...........

    http://haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=7674

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