Friedliche Lösung nicht in Sicht
West- und Ostukraine tauschen Gefangene aus

150 Soldaten der Ukraine wurden freigelassen - im Gegenzug für 222 prorussiche Separatisten. Der ukrainische Präsident Poroschenko will sich für weitere Gefangenenaustausche einsetzen. Die Lage bleibt jedoch angespannt.
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KiewDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Freilassung von 150 Soldaten im Gegenzug für 222 Rebellen durch die prorussischen Separatisten in der Ostukraine informiert. Er setze sich für weitere Freilassungen ein, sagte Poroschenko in einem Telefonat am Samstagabend, wie das Präsidialamt in Kiew mitteilte. Die ukrainische Führung und die Aufständischen hatten sich am Mittwoch auf einen Gefangenenaustausch geeinigt. Für eine friedliche Lösung des blutigen Konflikts müssten die Grenzen kontrolliert und Kämpfer zurückgezogen werden, forderten Poroschenko und Merkel.

Merkel begrüße zwar den Gefangenenaustausch, erklärte eine Regierungssprecherin am Sonntag. Es sei aber bedauerlich, dass es nicht zu einem geplanten Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe gekommen sei, die aus Vertretern Russlands, der Ukraine, der Rebellen und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa besteht. Die Regierung in Moskau müsse ihren Einfluss auf die Separatisten geltend machen, forderte Merkel. Nach dem langen und inzwischen beigelegten Streit über die Gasversorgung der Ukraine sicherte Russland unterdessen seinem Nachbarland Kohlelieferungen ohne Vorkasse zu.

Merkel sprach den Angaben zufolge am Samstagabend mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und dem kasachischen Staatschef Nursultan Nasarbajew in zwei Telefonaten über die Lage in der Ostukraine. Dort sind bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Separatisten mehr als 4700 Menschen getötet worden. Eine im September vereinbarte Waffenruhe wird immer wieder gebrochen. Die Ukraine wirft Russland vor, hinter dem Aufstand zu stehen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

Das Moskauer Präsidialamt erklärte, für die Kohlelieferungen würden als Zeichen des guten Willens von Präsident Wladimir Putin keine Vorauszahlungen verlangt. Die ukrainischen Kohlereserven sind nach Angaben aus Kiew auf einen Bruchteil der üblichen Wintervorräte zusammengeschmolzen. Der Großteil der Kohlevorkommen liegt in den Rebellengebieten. Immer wieder kommt es zu Stromengpässen, von denen auch die von Russland annektierte Krim betroffen ist. Zuletzt hatte die ukrainische Eisenbahngesellschaft alle Verbindungen per Zug und Bus auf die Halbinsel gestoppt.

Ein neuer Anlauf zu einer umfassenden Friedensvereinbarung zwischen Kiew und den Separatisten in den ostukrainischen Regionen Lugansk und Donezk war in der vergangenen Woche gescheitert. Gestritten wird insbesondere um die Einrichtung einer Pufferzone sowie um die Wiederaufnahme der Zahlung von Sozialleistungen an die Menschen in den Rebellenhochburgen, die Kiew vor einigen Wochen eingestellt hatte.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Friedliche Lösung nicht in Sicht: West- und Ostukraine tauschen Gefangene aus"

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  • West- und Ostukraine tauschen Gefangene aus


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    West- und Ostukraine tauschen Gefangene aus...==> klingt wie :


    BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

    und

    DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK !!!!!!!

    Ist dieses der Anfang von der " EU " mit Psychologie...

    die 500 Millionen Europäer ....

    auf einen weiteren politischen Versagen vorzubereiten ??????









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