Frostiger Empfang
Lunch mit Obama gibt es im Schlussverkauf

Mit der Popularität sinkt auch der Marktwert. Tickets für ein Essen mit Barack Obama in San Francisco verkaufen sich offenbar so schlecht, dass jetzt die Preise halbiert werden.
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San FranciscoHier hat er den größten Rückhalt genossen, Kalifornien hat ihn geliebt, das Internet hat ihn zum Präsidenten gemacht. US-Präsident Barack Obama kehrt am kommenden Montag zurück nach San Francisco, das neue Herz des Silicon Valley. Doch der Empfang bei seinem neunten Besuch in etwas über zwei Jahren wird frostiger ausfallen als früher.

In der Tat verkaufen sich die Karten für sein großes Spenden-Lunch im Jazz Center von San Francisco offenbar so schlecht, dass jetzt die Preise um 50 Prozent reduziert wurden, wie aus einer E-Mail des Organisators hervorgeht.

Die billigsten Karten sind jetzt vom Veranstalter Buell Private Political Management für 500 Dollar statt 1000 Dollar zu haben. Wer bereits ein Ticket für 1000 Dollar gekauft hat, der wird hochgestuft, füllt also leere Plätze in den teureren Kategorien näher am Präsidenten.

Michael Czin, ein Sprecher des Democratic National Committee, sieht das jedoch ganz anders. Er erklärte gegenüber der Lokalzeitung SFGate, man solle in die Preissenkungen nicht zu viel hineininterpretieren. Im Gegenteil, man habe „zusätzlichen Platz“ aufgrund der hohen Nachfrage schaffen müssen und erwarte ein ausverkauftes Haus, so seine Stellungnahme.
Allerdings werden auch die Preise für den deutlich exklusiveren Empfang mit dem Präsidenten kräftig von 15.000 auf 10.000 Dollar pro Person gesenkt.
Ein schwindendes Interesse an der präsidialen Gegenwart wäre allerdings nicht ganz verwunderlich. Zum ersten ist Obama in seiner zweiten Amtszeit und nicht mehr weit von „lame duck“-Status, der lahmen Ente, entfernt. Diesen Status ereilt jeden Präsidenten in der zweiten Amtszeit irgendwann. Ganz einfach deshalb, weil er kein drittes Mal gewählt werden kann.

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Bittere Niederlagen für Obama

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  • Warum nur berichtet das Handelsblatt so oft über Amerika und seinen Präsidenten Obama. Er ist in seinem Land doch schon längst eine lame duck. Die Berichte über andere Kontinente könnten eine Bereicherung für die Leser sein. Ob ein Bericht über Obama erscheint, der sich für ein Essen mit ihm teuer oder billig verkauft, oder auch gar nicht, spielt im Weltgeschehen doch überhaupt keine Rolle mehr. Bringen Sie doch mal gut recherchierte Artikel die Deutschen Handelsaktivitäten in Indien und Asien auf die Headline oder berichten Sie doch mal häufiger über die deutsche Geldverschwendung in Afrikanischen Ländern. Das würde sich viel spannender lesen als dieser journalistische Mist!

  • die kenianer in kenia sind noch billiger und dahin tendieren die OBAMA preise,warum wohl????

  • Wer möchte schon ein Essen auf einem sinkenden Schiff einnehmen??

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