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#Fuckyouwashington: US-Blogger startet Frustwelle auf Twitter

Blogger und Journalismus-Professor Jeff Jarvis hat mit einer simplen Twitter-Nachricht einen massiven Protestturm losgetreten. Der Frust gegen die Politik in Washington findet Zehntausende Anhänger auf der ganzen Welt.

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Der Frust gegen den Schuldenstreit in Washington findet Zehntausende von Anhängern auf der ganzen Welt. Quelle: AFP
Der Frust gegen den Schuldenstreit in Washington findet Zehntausende von Anhängern auf der ganzen Welt. Quelle: AFP

Jeff Jarvis sieht fern und ist sauer. Der New Yorker Journalismus-Professor und einer der bekanntesten Blogger Amerikas hört in den Nachrichten, dass es noch immer keine Einigung im US-Schuldenstreit gibt, dass die Märkte nervös werden und dass die Zeit davon rennt. Um seinen Ärger Luft zu machen, logt er sich beim Kurznachrichtendienst Twitter ein und schickt seine Gedanken auf 140 Zeichen in die Welt: „Hey, ihr Arschlöcher in Washington, das ist unser Land, unsere Wirtschaft, unser Geld. Hört auf, damit Unsinn zu treiben.“

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Als am Samstag Nacht die ersten Reaktionen eintrudeln, versieht Jarvis seine Nachrichten kurzerhand mit den Hashtag „#Fuckyouwashington“. So können die Twitter-Nutzer alle Nachrichten zu diesem Thema schnell und einfach finden und sich mit ihnen assoziieren.  

Es ist der ungeplante Beginn einer neuen Bewegung. In kürzester Zeit springen Zehntausende Nutzer auf der ganzen Welt auf Jarvis Welle auf. „’#Fuckyouwashington, weil ihr die Kompromissfähigkeit eines Drei-Jährigne habt”, schreibt ein Nutzer, “#Fuckyouwashington, weil ihr vergessen habt, wen ihr repräsentiert: Familien, Senioren, Mütter, Kinder, Arbeiter“, empört sich ein anderer. Mit seinem simplen, unhöflichen Ausruf trifft Jarvis den Nerv vieler Amerikaner. Sie wollen nicht alle das Gleiche, sie sind nicht alle für die gleiche Partei, aber sie sind Vereint in der Unzufriedenheit über ihre politische Führung. Der Hashtag wird zum neuen Trend auf Twitter.

„Ich hatte keinen ausgefeilten Plan für eine Revolution. Ich wollte mir das nur von der Brust schreiben“, erklärt Jarvis am Sonntag Nachmittag auf seinem Blogg. Er habe die Bewegung schon längst nicht mehr in der Hand. Die Nutzer hätten sie übernommen, und sie zu ihrer eigenen gemacht. „So entstehen Dinge, die sich der Erschaffer nie ausgemalt hätte“, schreibt Jarivs.

Unterdessen wächst an den Märkten die Angst vor einem politischen Versagen in Washington. Am Freitag waren die Verhandlungen zusammengebrochen. Ein neuer Kompromiss war noch nicht in Sicht und die Zeit läuft davon. Bis zum 2. August muss die Regierung die Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar anheben, sonst können die USA ihre Rechnungen nicht mehr begleichen. Sollte die größte Volkswirtschaft der Welt zudem ihre Schuldenproblematik nicht in den Griff bekommen, haben die drei großen Rating-Agenturen damit gedroht, die Kreditwürdigkeit der USA herunterzustufen. Das hätte verheerende Folgen für die Wirtschaft.


3 Kommentare

  • 25.07.2011, 09:25 UhrAnonymer Benutzer: Malte

    Seit wann schreibt man Blog mit gg?

  • 25.07.2011, 00:22 UhrAnonymer Benutzer: no.7

    Sollen sie sich doch erstmal selbst fragen, warum sie diese Politiker gewählt haben. Jetzt, wo es mit dem geldchen immer mehr probleme gibt, jetzt tun sie sich als "Helden gegen washington" hervor. Faßt euch besser mal selbst an die Nase und fragt euch mal, warum ihr immer mehr ausgeben wollt, als ihr habt. Das ist wohl eher der kern des problems. schuldige suchen, das können sie.

  • 24.07.2011, 23:14 UhrAnonymer Benutzer: Plagiat

    #FUCKYOUBRUSSELS

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