Führungswechsel
Li Keqiang ist neuer Regierungschef Chinas

Von 3000 Delegierten stimmten nur drei gegen den neuen chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang. Ab heute tritt er in die Fußstapfen von Wen Jiabao.
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PekingDer chinesische Volkskongress hat Li Keqiang zum neuen Ministerpräsidenten bestimmt. Auf ihrer Jahrestagung in der Großen Halle des Volkes in Peking ernannten die knapp 3000 Delegierten den 57-Jährigen bisherigen Vizepremier am Freitag erwartungsgemäß zum Nachfolger von Wen Jiabao. Der 70-Jährige scheidet nach zehn Jahren aus Altersgründen aus dem Amt.

Li Keqiang musste nur drei Gegenstimmen und sechs Enthaltung hinnehmen. Mit dem Votum begann vier Monate nach dem Generationswechsel an der Spitze der Kommunistischen Partei auch die Verjüngung der Regierung. Bis zum Abschluss ihrer zweiwöchigen Sitzung am Sonntag werden auch die Posten der Vizepremiers und der Minister neu besetzt.

Die Personalentscheidungen wurden lange vorher hinter den Kulissen von einem engen Führungszirkel vorbereitet und werden vom Parlament nur noch nachträglich legitimiert. Am Vortag war bereits der im November ernannte neue Partei- und Militärchef Xi Jinping (59) auch zum neuen Präsidenten und Nachfolger des zehn Jahre älteren Hu Jintao gemacht worden, der sich ebenfalls von der politischen Bühne zurückzieht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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