Fünf Milliarden Euro mehr
Neue Kürzungen für Frankreichs Staatsfinanzen

Die Arbeitslosenquote ist doppelt so hoch wie in Deutschland und die EU-Schuldengrenze liegt in weiter Ferne: Zum Wohle seiner Staatsfinanzen will Frankreich nun weitere fünf Milliarden im Haushalt kürzen.
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ParisDie französische Regierung hat weitere Haushaltskürzungen in Höhe von fünf Milliarden Euro angekündigt. Diese seien für 2014 vorgesehen, erklärte Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault am Freitag. Damit könnten die Staatsfinanzen saniert werden, während zugleich weiter Geld für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und zum Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zur Verfügung stehe. Entlassungen seien im Zuge der Sparmaßnahmen nicht geplant.

Die Regierung in Paris hat angekündigt, während der fünfjährigen Amtszeit von Präsident Francois Hollande 60 Milliarden Euro einsparen zu wollen. Sie hatte im Februar eingeräumt, dass Frankreich in diesem Jahr die EU-Schuldengrenze von drei Prozent des BIP erneut verfehlen wird.

Die schrumpfende Wirtschaft hat die Arbeitslosenquote auf den höchsten Stand seit mehr als 13 Jahren steigen lassen. Sie ist damit doppelt so hoch wie in Deutschland. Frankreichs sozialistische Regierung dringt daher in der Europäischen Union auf Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Fünf Milliarden Euro mehr: Neue Kürzungen für Frankreichs Staatsfinanzen"

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  • Oh HB! Es muß doch heißen: "FÜNF MILLIARDEN EURO WENIGER"

    Außerdem reicht das sowieso nicht, es wird sicher noch weniger. Aber bittere Medizin wird immer in kleiner Dosierung verabreicht.

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