Fünf Soldaten waren bei einer Übung ums Leben gekommen
Israel wollte Saddam schon 1992 töten

Israel hatte schon Anfang der 90er Jahre den Plan gefasst, den Ex-Staatschef des Iraks, Saddam Hussein, zu töten. Dafür sollte eine Spezialeinheit eingesetzt werden.

HB HERZLIJA. Der Plan wurde nach Angaben eines damals verantwortlichen Geheimdienstoffiziers jedoch 1992 aufgegeben, nachdem bei einer Übung für die Operation fünf Soldaten ums Leben gekommen waren.

Die Tötung Saddams sei als Vergeltungsschlag für irakische Angriffe auf Israel mit Scud-Raketen während des Golfkrieges 1991 gedacht gewesen, sagte der frühere Geheimdienstoffizier, Nadaw Seewi, am Dienstag dem israelischen Armeerundfunk.

Demnach sollte ein Sonderkommando tief im Irak aus der Luft abgesetzt werden, um Saddam auf einem Friedhof bei der Beerdigung seines Lieblingsonkels zu töten. Nur wegen der engen Verbindung zu dem Verstorbenen habe man sicher sein können, dass Saddam nicht durch einen seiner Doppelgänger vertreten würde. Die Soldaten hätten eine mit einer Kleinstkamera ausgerüstete Rakete einsetzen sollen, die Saddam auch in einer größeren Menschenmenge hätte ausfindig machen können.

Nach Angaben Seewis war der Plan noch nicht von der israelischen Regierung abgesegnet worden. Saddam wurde am Samstag im Irak von US-Soldaten gefangen genommen. Am Montag hob die israelische Militärzensur die Berichterstattungssperre über das geplante Attentat auf.

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