Fünf Tote
Taliban erobern offenbar Bezirk im Süden Afghanistans

Nach stundenlangen Kämpfen mit der Polizei haben Talibankämpfer am Donnerstagabend im Bezirk Giro in der südafghanischen Provinz Ghasni mehrere Gebäude in Brand gesteckt und die Kommunikationsverbindungen gekappt. Dem Angriff fielen der Bezirkschef und vier Polizisten zum Opfer. Wer die Kontrolle über den Bezirk hat, ist am Freitagmorgen unklar.

HB KABUL. Die Taliban hätten ihren Angriff am Donnerstagabend gestartet, mehrere Gebäude in Brand gesteckt und die Kommunikationsverbindungen gekappt, erklärte der stellvertretende Provinzgouverneur Kasim Allajer am Freitag. Bei Kämpfen seien der Bezirkschef und vier Polizisten – darunter der Polizeichef des Bezirks – ums Leben gekommen. Die Polizei habe Verstärkung in die Region entsandt.

Der Gouverneur der Provinz Ghasni, Merajuddin Patan, sagte am Freitag, zwei Polizisten seien von den Angreifern verschleppt worden. Der Verwaltungs- und der Polizeichef seien auf dem Weg zu einem Treffen gewesen, als sie am Donnerstagabend unter Beschuss geraten seien. Bei dem über einstündigen Feuergefecht seien die fünf Männer getötet worden. Den Angreifern sei dann die Flucht mit ihren beiden Geiseln gelungen.

Patan betonte, der Bezirk Giro sei unter Regierungs- und nicht unter Taliban-Kontrolle. In Giro und in anderen Gegenden in Ghasni haben die radikal-islamischen Rebellen ihre Aktivitäten in den vergangenen Wochen verstärkt.

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