Fünf Verletzte
Israelischer Luftangriff im Gazastreifen

Die israelische Luftwaffe hat am Dienstagabend ein palästinensisches Fahrzeug im nördlichen Gazastreifen mit Raketen angegriffen. Dabei sind fünf Palästinenser verletzt worden. Der Machtkampf zwischen den rivalisierenden Palästinenser-Gruppen Fatah und Hamas ist unterdessen weiter eskaliert.

HB GAZA/DSCHEDDAH. Augenzeugen sagten, die Autos seien bei dem Angriff in Flammen aufgegangen. Eine Rakete habe nahe dem Ort Beit Hanun ein Fahrzeug getroffen, in dem sich Mitglieder der militanten Gruppe Islamischer Dschihad befunden hätten. Zwei Insassen seien verletzt worden. Ein zweites Geschoss habe ein Auto in der Nähe getroffen. Dabei seien drei Mitglieder der radikalen Al-Aksa-Brigaden verletzt worden. Israel bestätigte, dass die Armee die Luftangriffe geflogen habe.

Israel hat seine Offensive in Gaza gegen radikale Palästinenser in den vergangenen Tagen verstärkt. Damit will das Land Raketenangriffe durch Extremisten auf israelisches Gebiet verhindern. Zudem fordert Israel die Freilassung eines von radikalen Palästinensern im Gazastreifen verschleppten Soldaten. Sowohl der Islamische Dschihad als auch die Al-Aksa-Brigaden haben in der Vergangenheit Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert. Die Al-Aksa-Brigaden gehören der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas an.

Machtkampf zwischen Palästinensern eskaliert

Die der Fatah von Präsident Mahmud Abbas nahe stehenden Al-Aksa-Brigaden drohten derweil erstmals mit der Ermordung von Hamas-Anführern. In einer Erklärung begründete der bewaffnete Arm der Fatah die Drohung damit, dass die Hamas-Anführer für die tödlichen Zusammenstöße zwischen Palästinensern verantwortlich seien. Bei gewaltsamen Ausschreitungen sind in den vergangenen zwei Tagen zwölf Palästinenser getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden. US-Außenministerin Condoleezza Rice forderte auf ihrer Nahost-Reise ein Ende der internen Kämpfe im Gaza-Streifen und dem Westjordanland, die als die schwersten seit Gründung der palästinensischen Autonomiebehörde 1994 gelten.

Unschuldige Menschen gerieten bei den Kämpfen ins Kreuzfeuer, sagte Rice am Dienstag in Saudi-Arabien. Die internen Auseinandersetzungen machten die Bemühungen um einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern komplizierter. Die Palästinenser bräuchten eine Regierung, die sich an bestehende Friedensabkommen halte, Israel anerkenne und der Gewalt abschwöre, sagte Rice weiter. Das sind die Kernforderungen des Westens, der aus Protest gegen die radikal-islamische Hamas seine Hilfen für die Palästinenser-Gebiete eingefroren hat.

Die führenden Verbündeten der USA im Nahen Osten, Saudi-Arabien, Jordanien und Ägypten, bemühen sich bereits diplomatisch um einen Neuanfang der Friedensgespräche. Saudi-Arabien forderte die USA aber nun auf, die zentrale Rolle dabei zu übernehmen. Rice wurde auf ihrer Nahost-Reise auch in Ägypten, Israel und in den Palästinenser-Gebieten erwartet.

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