Fünfter Jahrestag
Bush glaubt an strategischen Sieg im Irak

Ungeachtet öffentlicher Kritik hat US-Präsident George W. Bush fünf Jahre nach Beginn des Irak-Kriegs den Einsatz verteidigt. Er räumte aber auch ein, dass der Einsatz einen hohen Zoll sowohl an Menschenleben als auch an Finanzen gefordert habe.

HB WASHINGTON. Die jüngste Truppenverstärkung habe nicht nur die Wende gebracht, sondern auch die Tür zu einem „großen strategischen Sieg“ gegen islamische Extremisten geöffnet, sagte Bush am Mittwoch im Verteidigungsministerium. „Die Erfolge, die wir im Irak sehen, sind unbestreitbar.“

„Aber diese Kosten sind notwendig.“ Zehntausende Iraker und etwa 4 000 US-Soldaten sind seit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in dem Golfstaat am 20. März 2003 ums Leben gekommen. Die Gewalt im Irak ging aber erheblich zurück, seit die USA ihre Truppen um 30 000 Mann bis Juni vergangenen Jahres verstärkten. Doch das Land ist noch weit von friedlichen Verhältnissen entfernt, wie schwere Anschläge in den vergangenen Wochen belegten.

Dennoch reduziert das US-Militär seine Truppen bereits wieder. Bis Juli sollen 20 000 Soldaten das Land verlassen haben, 140 000 werden dann dort vorerst noch stationiert sein.

In der Öffentlichkeit musste Bush vor allem wegen des Irak-Kriegs einen massiven Einbruch seiner Umfragewerte hinnehmen. Vor knapp eineinhalb Jahren gelang es deshalb den Demokraten, bei den Kongresswahlen den Republikanern die Mehrheit in beiden Kammern abzujagen. Im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf ist das Thema jedoch vor allem wegen der Folgen der Hypothekenkrise in den Hintergrund gerückt.

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