Für ältere Fahrzeuge

Brüssel plant jährliche TÜV-Prüfung

In Deutschland und anderswo müssen Autofahrer bislang nur alle zwei Jahre mit ihrem Fahrzeug zum TÜV. Nun will EU-Verkehrskommissar Siim Kallas eine jährliche Untersuchung für ältere Autos in Europa zur Pflicht machen.
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TÜV-Plaketten für den Untersuchungstermin 2013. Quelle: dpa

TÜV-Plaketten für den Untersuchungstermin 2013.

(Foto: dpa)

Hamburg/BrüsselEin vertraulicher Entwurf aus Kallas' Haus für eine neue EU-Verordnung sehe für Fahrzeuge ab dem siebten Nutzungsjahr oder ab einem gewissen Kilometerstand eine jährliche Hauptuntersuchung vor, berichten die „Financial Times Deutschland“ (FTD) und „Focus“. In Kreisen des Europaparlaments wird nach dpa-Informationen damit gerechnet, dass der Vorschlag noch vor Sommerpause kommt, die Ende Juli beginnt.

Laut der Online-Ausgabe der FTD wären in Deutschland mehr als die Hälfte aller Autos betroffen. Der ADAC lehnte die Neuregelung im „Focus“ ab, weil er sie für überflüssig hält.

Der Entwurf des estnischen EU-Kommissars sieht laut „FTD“ vor, dass bei neuen Pkw spätestens vier Jahre nach der Erstzulassung eine Hauptuntersuchung durchgeführt werden muss. Danach soll es die nächste Prüfung nach spätestens zwei Jahren geben, anschließend soll sie jährlich Pflicht sein. Zur Begründung heißt es laut „FTD“, dass ältere Autos häufiger technische Mängel aufweisen. Für Fahrzeuge, die bei der ersten Prüfung 160.000 Kilometer oder mehr auf dem Tacho haben, soll die jährliche Pflicht gleich greifen.

Bislang schrieben die EU-Vorgaben nach der ersten Prüfung nach vier Jahren nur alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung vor. Die Vorgaben sollen für alle Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen gültig sein. Kallas' Entwurf sieht dem Bericht zufolge vor, dass die jährliche TÜV-Pflicht künftig auch für ältere Motorräder gilt.

  • dpa
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20 Kommentare zu "Für ältere Fahrzeuge: Brüssel plant jährliche TÜV-Prüfung"

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  • Schwachsinn hoch 3 was die Herrschaften sich da immer ausdenken.
    Anstatt Politiker die im eigenen Lande nichts auf die Reihe bringen nach Brüssel abzuschieben , sollten die lieber gleich in Pension gehen.
    Dieser ganze EU-Haufen gehört abgeschafft....

  • Sorgt die Autoherstellerlobby mal wieder für besseren absatz der Neufahrzeuge in Europa ? Wie seinerzeit durch verbot der Glühbirne durch die Lampenhersteller zwang auf die giftige Sparlampe ? Mir gehen die Palarmentarier die Sich von den Lobbiesten beeinflussen lassen gewaltig auf den Sack !
    Die Volksvertreter sind dem Volk verpflichtet und nicht dazu da Interessengruppen zu mehr Profit zu verhelfen !

  • Sinnlose Beutelschneiderei

  • Schafft die EU endlich ab! Die sind erst wieder zufrieden wenn wir mit Pferd und Wagen fahren. Wäre wohl das beste, keine Autos mehr zu kaufen. Offensichtlich sind die neuen Autos so schlecht, das Sie nicht so lange halten wie gewohnt.

  • Typen, die sich so einen Schwachsinn ausdenken, gehören sofort zur Hauptuntersuchung!

  • Die italienische Statistikbehoerde schaetzt, dass zur Zeit in Italien ca. 800.000 PKW mit komplett gefaelschten VERSICHERUNGS-Unterlagen unterwegs sind; ueber Hauptuntersuchungen u.ae. macht sich hier noch nicht einmal wirklich Gedanken; das sind nur Massnahmen fuer den deutschen Steuer-Michel; Ihr spart euch das selbst dann vom Munde ab, ohne zu murren, wenn die Hauptuntersuchung woechentlich waere.

  • Umziehen. Viele wissen einfach nicht, woher der Wind weht und dem Grollen von dort nichts entgegnen können. Es liegt nicht so sehr an dieser Regierung, sie können nicht anders. Aufklärung würde denen in dieser Richtung gut zu Gesichte stehen.

    Angst frißt die Seele auf, die Macht zu verlieren und ins Bodenlose abzusinken. Die fdp hat dies schon mal geprobt, in einigen Bundesländern. Dann kommen die anderen "frei" gewählten Parteien Zug um Zug in den Fokus.

    Sie halten sich immer noch im Winde fest, merke(l)n jedoch weniger, daß je höher, die Luft dünner wird. Fliegen will halt gelernt sein, nutzt jedoch wenig im freien Fall.

  • So gesehen wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn uns der ganze "Fäkal-Pakt" um die Ohren fliegt, dann hätte die Bevormundung aus Brüssel wie Glühbirnenverbot und Einjahres-TÜV doch einmal ein Ende.

  • So langsam entdeckt man, dass man ganz gewöhnliche und persönliche Hassgefühle in Richtung EU-Bürokratie entwickelt, owohl man sich bisher als ein ganz normaler Staatsbürger und Europäer eingeordnet und gesehen hat.
    Warum nicht alles 6 Monate eine TÜV-Prüfung? Auch kurz nach einer Prüfung kann ein Defekt auftreten.
    Abkassieren, kujonieren, drangsalieren. Die EU hat offenbar das unausrottbare Bedürfnis sich bei ihren Bürgern gründlichst verhasst zu machen.
    Man stellt sich immer mehr die Frage warum eigentlich?
    Offenbar hassen sich diese 40000 Bürokraten selber. Verwunderlich wäre es nicht.

  • Das ist des Schlamassel genug. Ich bin für den Austritt Deutschlands aus der EU.

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