Für Ausbildungsmission
Bis zu 20 Bundeswehrsoldaten sollen nach Somalia

In sieben afrikanischen Ländern ist die Bundeswehr bereits im Einsatz, ein achtes kommt jetzt hinzu: Bis zu 20 Soldaten sollen nach Somalia. Über einen weiteren Bundeswehreinsatz in Zentralafrika wurde nicht entschieden.
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BerlinDie Bundeswehr soll sich mit bis zu 20 Soldaten an einer EU-Ausbildungsmission im Bürgerkriegsland Somalia beteiligen. Das beschloss das Kabinett am Mittwoch in Berlin. Die Bundeswehr war bereits bis Dezember an der Schulung somalischer Soldaten in Uganda beteiligt, machte den Umzug der Mission in die somalische Hauptstadt Mogadischu aber aus Sicherheitsgründen zunächst nicht mit.

Jetzt sollen ab April wieder zwei Berater teilnehmen und ab August zusätzlich drei Ausbilder. In Somalia kämpft seit mehr als zwei Jahrzehnten die islamistische Al-Shabaab-Miliz gegen die Zentralregierung. Bei Kämpfen und Terroranschlägen sind Tausende Menschen getötet worden, über eine Million sind aus dem Land geflohen. Der Bundestag muss dem Bundeswehreinsatz noch zustimmen, die erste Beratung darüber soll bereits am Donnerstag stattfinden.

Kurzfristig von der Tagesordnung des Kabinetts gestrichen wurde die Entscheidung über einen Einsatz der Bundeswehr in der Zentralafrikanischen Republik. Hintergrund ist, dass die Europäische Union auf inzwischen vier Truppenstellerkonferenzen die nötigen 800 bis 1000 Soldaten aus den Mitgliedstaaten nicht zusammenbekommen hat. Bisher haben nur zwölf von 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Georgien und Moldawien Kräfte für die Mission angeboten. Die Bundesregierung will sich mit Sanitätsflugzeugen, sowie insgesamt zehn Soldaten in den Hauptquartieren im griechischen Larissa und in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui beteiligen.

Die EU-Truppe soll die etwa 2000 französischen und 6000 afrikanischen Soldaten unterstützen, die bereits jetzt versuchen, die Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Milizen in dem Krisenland einzudämmen. Der Einsatz sollte ursprünglich Ende März beginnen. Dieser Termin ist nun wohl nicht mehr zu halten. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte nach dem Scheitern der letzten Truppenstellerkonferenz in der vergangenen Woche eindringlich an die Mitgliedstaaten appelliert, sich zu beteiligen. „Langfristig droht die EU ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren“, mahnte sie.

Unterdessen kam aus Frankreich Kritik am deutschen Beitrag für den geplanten internationalen Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik. Die Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses in der Nationalversammlung, Elisabeth Guigou, sagte am Mittwoch bei einem Besuch in Berlin: „Ich bin nicht zufrieden.“ Frankreich erwarte von Deutschland keine Entsendung von Kampftruppen, aber mehr Unterstützung im logistischen Bereich. „Deutschland hat Ausrüstung versprochen. Aber man braucht auch Soldaten, damit das funktioniert.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Für Ausbildungsmission: Bis zu 20 Bundeswehrsoldaten sollen nach Somalia"

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  • Was hat die Bundeswehr in Somalia zu suchen? NICHTS!
    Ebenso wenig übrigens in der Zentralafrikanischen Republik. Man schlachtet sich dort aus verquasten, religiösen Gründen gegenseitig ab? Who cares! Das schafft mehr Platz für die Löwen! Mit solchen Ländern verkehrt man erst wieder, wenn sich ihre Einwohner wie zivilisierte Menschen benehmen.
    Und schon gar nicht ist die Bundeswehr dazu da, für französische Interessen den Kopf hinzuhalten! Das ist kein Bündnisfall der NATO und Punkt!

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