Für Beistandskredite
IWF will rund 400 Tonnen Gold verkaufen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will Beistandskredite für die ärmsten Länder der Welt durch den Verkauf von Goldreserven finanzieren. Der Verkauf soll aber schonend über die Bühne gehen. Zum Verkauf stehen 403,3 Tonnen Gold. Dies entspricht etwa einem Achtel der Goldreserven des IWF.

HB WASHINGTON. Die Weltfinanzorganisation verfügt nach den USA und Deutschland über die drittgrößten Goldreserven, soweit diese offiziell bekannt sind. Das Edelmetall soll so verkauft werden, dass keine Turbulenzen im internationalen Handel entstehen. Ein Teil geht an interessierte Zentralbanken der Mitgliedsländer. Der übrige Teil soll in mehreren Tranchen auf den Rohstoffmärkten verkauft werden. Dort wurde das Vorgehen des IWF bereits erwartet und in den Preisen vorweggenommen.

Es wird erwartet, dass China, Indien und Russland zu den Staaten gehören, die Gold vom IWF kaufen werden. Diese drei Staaten haben wiederholt darüber geklagt, dass der IWF bislang von den USA und Westeuropa dominiert wird.

IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn begrüßte die Entscheidung des Exekutivdirektoriums vom Freitag. Damit werde der IWF in die Lage versetzt, dringend benötigte Beistandskredite an die ärmsten Länder zu vergeben. Diese werden üblicherweise an Bedingungen für die Wirtschaftspolitik der Kreditnehmer geknüpft.

Der Goldverkauf wurde auf dem Londoner G-20-Gipfel im April gebilligt. Am Donnerstag und Freitag kommt die Gruppe der 20 führenden Wirtschaftsmächte zu einem weiteren Gipfel in Pittsburgh zusammen. Die Jahrestagung von IWF und Weltbank findet am 6. und 7. Oktober in Istanbul statt.

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