Für bessere Wirtschaft

Lagarde fordert von Frankreich zügige Reformen

Die französische Regierung darf nach Ansicht des IWF die niedrige Inflation nicht als Ausrede für einen Aufschub dringend benötigter Reformen nutzen. Reformen sollen demnach die wirtschaftlichen Aussichten verbessern.
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IWF-Chefin Christine Lagarde sieht die niedrige Inflation Frankreichs als keine Ausrede. Quelle: dpa

IWF-Chefin Christine Lagarde sieht die niedrige Inflation Frankreichs als keine Ausrede.

(Foto: dpa)

ParisDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat die französische Regierung zu zügigen und tiefgreifenden Reformen aufgefordert. Paris müsse bei seinem Bemühen um eine Verringerung des Defizits Kurs halten, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde der französischen Zeitung „Les Echos“ vom Montag.

Zuletzt war die französische Regierung von ihrem Sparziel für das nächste Jahr abgerückt. Finanzminister Michel Sapin hatte Mitte August die Wachstums- und Defizitziele für das laufende Jahr revidiert: Statt mit einem Plus von 1,0 Prozent Wachstum rechnete er nur noch mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent. Das Defizit wird seiner Einschätzung nach bei über vier Prozent statt der angestrebten 3,8 Prozent liegen. Seither gilt es als unwahrscheinlich, dass Frankreich wie versprochen im nächsten Jahr das EU-Defizitziel von drei Prozent des BIP einhalten wird.

Lagarde warnte in dem Interview zugleich davor, die niedrige Inflation als Ausrede für einen Aufschub notwendiger Reformen zu nutzen. Sapin hatte Anfang des Monats der Nachrichtenagentur AFP gesagt, angesichts der niedrigen Inflation „können nicht dieselben Ziele“ beibehalten werden. Die regierenden Sozialisten wollten im nächsten Jahr bei den öffentlichen Ausgaben 21 Milliarden Euro kürzen. Die Regierung unter Präsident François Hollande kämpft seit Monaten gegen ein stagnierendes Wirtschaftswachstum und befürchtet inzwischen ein Abrutschen in eine Deflation.

  • afp
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5 Kommentare zu "Für bessere Wirtschaft: Lagarde fordert von Frankreich zügige Reformen"

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  • Es ist wie in allen Ländern, um Kindergeld zu zahlen was ja Unsummen sind, verramschen Sie alle Kulturgüter. Die Unlogik wie viel Deindustrialsierung wir Euch zu verdanken haben, indem Betriebe nach Asien verlagert worden sind, lügt Ihr. Ihr seid mental voll nach unten abgesunken. Und ihr Provoziert mit Perversion.

  • Lagarde: gibts da nicht zur Zeit ein Ermittlungsverfahren?

    Auja, Frankreich führt doch bitte auch Hartz IV ein, unser korrupter Personaler Peter Hartz berät Euch doch schon. Dann braucht Frankriech die Flüchtlinge nicht mehr nach D schicken, dann haben die Flüchtlinge auch in F bedingungslosen Anspruch, der EuGH wirds Euch schon sagen.

  • Fortsetzung

    Es gibt aber tatsächlich eine menschenverachtende Option für die europäischen Eliten, die im Laufe der Geschichte der Menschheit schon öfters funktionierte. Die Staaten der EU müssten in einem verheerenden Krieg zerstört werden und zig Millionen Menschen ihr Leben verlieren, was aber ohne Diktatur in der EU wohl nicht initialisierbar wäre. Die überlebenden Menschen könnten dann in einem prosperierenden Staatsgebilde anschließend für ein paar Jahrzehnte wieder Wohlstand schaffen, - wenn es dem Chinesen in den Kram passt.

    Ich habe den Eindruck, bisher sind die EU-Eliten noch ziemlich unschlüssig, ob sie die Option wählen sollen. Mal schauen was passiert, wenn die Not zunimmt.

  • „Die wirtschaftlichen Daten Frankreichs sind verheerend. Es ist gut möglich, dass selbst die abenteuerlichen Rettungsmaßnahmen zu spät kommen. Der französische Staat sei bankrott, sagt Hollandes Weggefährte Michel Sapin. Die Regierung hat nicht die leiseste Ahnung, wie der Crash verhindert werden könne.“

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/08/ein-verheerender-befund-die-nackten-zahlen-ueber-frankreich/

    „Lagarde fordert von Frankreich zügige Reformen“

    Es ist zu spät, 2008 bei Ausbruch der Banken-, Staatsschulden- und Eurokrise war der letzte Moment gekommen das Ruder entschieden herumzureißen, denn im Gegensatz zu anderen Ländern in der Eurozone dürfen weder Frankreich, Italien noch Deutschland die eilig geschaffenen Rettungsmöglichkeiten jemals in Anspruch nehmen, - es würde sofort jedes bisherige Rettungssystem kollabieren lassen. Selbst harte Reformen können aber am Rettungskandidaten in spe nichts mehr ändern. Zumal bei überharten Reformen eine Frau Le Pen in spätestens zwei Jahren mit überwältigender Mehrheit Frankreichs Präsidentin würde und dann damit für die Elitenprojekte EU und Euro das Ende gekommen wäre. Kurz darauf wird Kleinbrittanien (ohne Schottland) sowieso aus der EU austreten. Die EU ist tot, der Sterbeprozess ist unumkehrbar, “medizinisch“ läuft es auf ein multiples Organversagen hinaus!

    Das paradoxe, die eigentlich schon tote EU versucht dennoch, in eifriger Pflichterfüllung auf Weisung des selbsternannten Hegemons der Welt, die schon tote Ukraine wiederzubeleben und verplempert so noch mehr eigene Ressourcen um so ein klein wenig kürzer zu überleben.
    Draghi will es wohl Helikopter-Ben gleichmachen und verkennt die EU ist nicht USA, es wird statt eines depressiven Endes nur ein Ende in einer ekstatischen Sause mit mehreren aufeinander folgenden Höhe- und Tiefpunkten sein.

    Fortsetzung

  • Jetzt muss die Dame, die sich so ausgezeichnet mit Schäuble versteht, nur noch die EZB heiß machen und Frankreich, bzw. dessen Bürger Werden am Nasenring durchs Dorf getrieben.

    Nicht jede Kritik aus den "Südstaaten" ist falsch. Aber man muss auch erkennen, dass die Politiker eine gehörige Angst vor der Revolte, beginnend in diesen Staaten, haben.

    Korruption, Lagerbildungen, "alternativlosen" Handeln unfähiger Politiker sind die größten Feinde demokratischer Staatswesen.

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