Für die 35-Stunden-Woche: Franzosen protestieren gegen längere Arbeitszeiten

Für die 35-Stunden-Woche
Franzosen protestieren gegen längere Arbeitszeiten

In Frankreich sind zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Arbeitszeitpolitik der Regierung zu protestieren. Diese will die 35-Stunden-Woche aufweichen.

HB BERLIN. Hunderttausende haben am Samstag in mehreren Städten in ganz Frankreich gegen die von der konservativen Regierung geplante Aufweichung der 35-Stunden-Woche demonstriert. Allein auf der Kundgebung in Paris protestierten laut Gewerkschaftsangaben etwa 90.000 Menschen gegen die geplanten flexibleren Wochenarbeitszeiten, die gegenwärtig in der Nationalversammlung beraten werden. Massendemonstrationen gab es unter anderem auch in Bordeaux, Lyon, Toulouse, Rennes und Marseille.

Die großen Gewerkschaften und die oppositionellen Sozialisten hatten zu 118 Kundgebungen aufgerufen, um die Regierungspartei UMP und Premierminister Jean-Pierre Raffarin unter Druck zu setzen. Die Regierung plant, die Ausdehnung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 48 Stunden zu erlauben. Sie begründet dies mit der Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und es zuermöglichen, «dass mehr verdienen kann, wer mehr arbeiten will.» Die Linke kritisiert, so werde die in ihrer Regierungszeit im Jahr 2000 eingeführte 35-Stunden-Woche «beerdigt».

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