Funde an US-Flughäfen
Terror-Probeläufe mit Lehm und Käse

Auf US-Flughäfen scheinen Terroristen und ihre Helfershelfer die Wachsamkeit des Sicherheitspersonals zu testen: Seit knapp einem Jahr werden immer wieder Bauteile und Stoffe entdeckt, die zum Bombenbau gedacht sein könnten. Andere Schmuggelgüter dienen offensichtlich dazu, das Risiko einer Entdeckung zu eruieren.

HB WASHINGTON. Die amerikanische Transportsicherheitsbehörde TSA rief das Flughafenpersonal im Land in einem Sicherheitsbulletin vom 20. Juli zu besonderer Wachsamkeit auf. An vier verschiedenen Flughäfen seien unter anderem Drähte, Batterien, Röhren, Schalter und Lehm sichergestellt worden, bei denen es sich um Bombenteile handeln könnte. Es sei möglich, dass Terroristen übten, Sprengkomponenten an Bord von Flugzeugen zu schmuggeln. Die betreffenden Passagiere hätten das Mitführen der ungewöhnlichen Gegenstände nur unzureichend erklärt. In einigen Fällen liefen Untersuchungen.

Der Behörde zufolge gab am 7. Juli in San Diego (Kalifornien) ein Fluggast Gepäck mit zwei in Klebeband eingewickelte Gefrierakkus auf, die statt des üblichen Flüssiggels zähen Lehm enthielten. Am 4. Juni fand Flughafenpersonal in Milwaukee (Wisconsin) in einem Bordgepäck Draht, Batterien, einen Schalter und zwei Käsestücke, deren Zusammensetzung der von manchen Sprengstoffen ähnelt.

Bereits am 8. November 2006 wurde in einem in Houston (Texas) aufgegebenen Gepäckstück eine Plastiktüte mit einer Batterie, Drähten, einer lehmartigen Masse und Röhren entdeckt. In Baltimore (Maryland) gab am 16. September 2006 ein Paar ein Gepäckstück mit zwei aneinander geklebten Plastiktüten auf. Die eine enthielt Käse, die andere ein Handy-Ladegerät.

TSA-Sprecherin Ellen Howe betonte, es gebe keine Hinweise auf eine „glaubwürdige spezifische Bedrohung“. Bulletins mit dem Aufruf zur Wachsamkeit würden bei „Auffälligkeiten“ routinemäßig verbreitet. Ein Sprecher des Ministeriums für Heimatschutz sprach von einem Routinevorgang.

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