G-4-Reform
Clinton will Deutschland im UN-Sicherheitsrat

In dem Vorhaben, für Deutschland einen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu erreichen, hat die Bundesregierung einen neuen prominenten Verbündeten: Der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton will, dass Deutschland und auch Japan bei der Reform des Gremiums berücksicht werden.

HB HAMBURG. „Deutschland sollte dazu gehören und Japan auch“, sagt Clinton im Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Wahrscheinlich auch Indien. Die Lateinamerikaner sollten einen Sitz bekommen, entweder für Brasilien oder einen rotierenden Sitz.“

Die Gründe für die ablehnende amerikanische Haltung gegenüber einem ständigen deutschen Sitz liegen nach Ansicht Clintons eher beim Widerstand der Diplomaten im US-Außenministerium, die ein zu großes Gremium für allzu schwerfällig hielten, als bei der Regierung seines Amtsnachfolgers George W. Bush. Er selbst habe als Präsident schon „die gleiche Debatte“ geführt.

„Ich weiß, dass Madeleine Albright, die unsere Botschafterin bei den Vereinten Nationen war und die einen ständigen Sitz Deutschlands und Japans befürwortete, besorgt war über einen Rat mit 24 Sitzen. Aber ich glaube, wir können die politischen Probleme, die wir mit Lateinamerika, mit Indien, mit Afrika haben, ohne einen größeren Sicherheitsrat einfach nicht lösen. Meiner Meinung nach hätten Deutschland und Japan schon vor Jahren im Sicherheitsrat sitzen sollen.“

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