G-8-Gipfel
Schröder: Ölpreis-Spekulation muss eingedämmt werden

Zusammen mit den führenden Industriestaaten will Deutschland die preistreibende Spekulation auf den internationalen Ölmärkten eindämmen.

HB SEA ISLAND. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte am Mittwoch beim G8-Gipfel auf Sea Island, er erwarte, dass die Energieminister in einem halben Jahr Vorschläge vorlegten. Es gehe darum, die Geschäfte auf den Märkte durchsichtiger zu machen.

„Der Ölpreis ist kein aktuelles, aber ein potenzielles Risiko“, sagte Schröder während einer Verhandlungspause. Aus dem Ölpreis müsse die Angstprämie heraus. Russland als Nicht-Opec-Förderland habe darauf verwiesen, dass es kein Interesse an einem nachhaltig hohen Ölpreis habe.

Nach Angaben Schröders verlaufen die Gespräche der Staats- und Regierungschefs vor der Küste des US-Bundesstaates Georgia in freundlicher und an der Sache orientierter Atmosphäre. Dazu habe auch die Zustimmung des UN-Sicherheitsrates zur neuen Irak-Resolution beigetragen. Zur G8 gehören neben Deutschland die USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Russland, Japan und Kanada.

Die Runde will nach Angaben Schröders angesichts der guten Weltwirtschaftslage auch die Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) zum Abbau von Handelshemmnissen zu einem Erfolg führen. Die G8 seien sich einig, dass Russland rasch WTO-Mitglied werden müsse. Nach der weit gehenden Einigung über strittige Handelsfragen mit der EU stehe eine Mitgliedschaft Russlands kurz bevor, sagte Schröder.

Frankreichs Präsident Jacques Chirac hat in diesem Zusammenhang Schröder zufolge deutlich gemacht, dass er bereit sei, Agrarsubventionen abzubauen. Chirac habe darauf verwiesen, dass es beim Abbau von Exportsubventionen weltweit keine Ausnahmen geben dürfe. Schröder ging davon aus, dass es in dieser Frage eine gemeinsame Erklärung geben werde.

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