
HB BUSAN. In einem Brief an seine Kollegen aus den 20 führenden Industrie- und Schwellenländern, der beim G20-Finanzministertreffen am Samstag im südkoreanischen Busan bekannt wurde, argumentiert Geithner mit dem Ziel, die Weltwirtschaft auf ein gleichgewichtigeres, nachhaltiges Wachstum hin auszurichten. Wenn dies den USA mehr Sparen und mehr Ausgabendisziplin abverlange, dann müssten Länder mit hohen Überschüssen, wie Japan oder einige europäische Länder, zugleich mehr für ihre Binnennachfrage tun.
Es gelte den weltwirtschaftlichen Aufschwung abzusichern und die Wachstumsaussichten in der Welt zu verbessern, schrieb Geithner. Dabei sprach er wachsende Sorgen über die Entwicklung in Europa an. Diese könnte den globalen Aufschwung bremsen, erklärte er mit Blick auf die Schuldenprobleme von Ländern wie Griechenland, die massive Hilfeaktionen der EU und des IWF nötig gemacht hatten. Geithner würdigte die schnelle Reaktion der Europäer, mit umfangreichen Finanzhilfen in dreistelliger Milliardenhöhe diese Probleme zu entschärfen. Das habe die davon ausgehenden Gefahren vermindert. Bei aller Notwendigkeit einer Stärkung der Finanzstabilität müsse es auf dem G20-Treffen um "wachstumsfreundliche" Politikansätze gehen.
Besonders in den Überschussländern dieser Welt - dazu zählen China, Japan und Deutschland - müsse es im Interesse der weltweiten Nachfrage um eine Stärkung der binnenwirtschaftlichen Wachstumskräfte gehen, schrieb Geithner. Sie müssten für den Ausgleich sorgen, wenn die USA als großes Defizitland stärker auf die Sparbremse treten und nicht mehr die Konsum-Lokomotive der Welt sein könnten. Von China verlangte der US-Minister darüber hinaus erneut eine flexiblere Wechselkurspolitik.
In Hinblick auf Finanzreformen drängte Geithner in der G20 aufs Tempo. Das schließe das Thema höhere Eigenkapitalanforderungen an die Banken ein. Dieser Komplex mit seinen vielen Detailregelungen müsse spätestens in November beim G20-Gipfel in Südkorea abgeschlossen werden. Darüber hinaus mahnte Geithner Vereinbarungen über Grundsätze an, wie Banken an den Kosten der jüngsten und künftiger Krisen beteiligt werden.
WENN DiE WELT SiCH SO KONSUMZURÜCKHALTEND VERHiELTE WiE DiE DEUTSCHEN, WÄRE DiE KRiSE WOHL ViEL SCHLiMMER. WENN DiE WELT SiCH SO KONSUM- UND KREDiTFREUDiG VERHiELTE WiE DiE AMERiKANER, ELGLÄNDER ODER GAR SPANiER UND PORTUGiESEN, GRiECHEN, iREN UND iTALiENER (DiE "PiGS") UND DiE bANKEN WEiTERHiN ALLES AUF PUMP FiNANZiERTEN WiE SiE ES DORT TATEN, DANN GÄbS WOHL EiNEN MEGA-CRASH MiT ANSCHLiESSENDER iNFLATiON. NUN SiND DiE VERGHALTENSWEiSEN DEL EiNZELNEN LÄNDER AbER SEHR UNTERSCHiEDLiCH. NEbENbEi GESAGT: DiE ARMEN CHiNESEN KÖNNEN NiCHT SOViEL KONSUMiEREN DASS EiNE NEGATiVE HANDELbiLANZ iN CHiNA ENTSTÜNDE, DA SiE AbSOLUT UNTERbEZAHLT SiND ALS LOHNEMPFÄNGER. iNSOFERN WiRD DiE WELT SiCH NiCHT ÄNDERN, DAS GibT STAbiLiTÄT. ES KÖNNTE AbER EiN iDEAL DEFiNiERT WERDEN WAS iRGENTWO DAZWiSCHENLiEGT UND MAN KÖNNTE DiE LäNDER MiT GÜNSTiGEN KREDiTKONDiTiONEN ANUMiEREN DiESES iDEAL ANZUSTREbEN, EiN MiX AUS SPARQUOTE UND RiSiKObEREiTSCHAFT, SPRiCH iNVESTiTiON, SPRiCH SCHULDEN MACHEN.
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[13] Markus Ebe,
Was geschieht mit dem deutschen Exportüberschuss? Es wird Auslandsvermögen angesammelt. beispiel: die viele leerstehende Villen in Südfrankreich, Toscana, Gardasee, Süd-Spanien, Mallorca u.v.m. die Deutschen gehören. Der Überschuss wird nicht produktiv ins Ausland investiert. Davon hat keiner was. Wenn aber der deutsche Überschuss für Konsumgüter aus dem Ausland ausgegeben wird, entstehen dadurch im Ausland Arbeitsplätze, im Prinzip genau so viele Arbeitsplätze wie in Deutschland durch den Export entstanden sind. Da liegt der Unterschied. Also deswegen und zum Mitschreiben, import statt Aufkauf. (Laut bundesbankstatistik haben die Deutschen zu Ende September 2009 ein Netto-Auslandsvermögen von 808,9 Mrd. Euro angesammelt. im Jahr 2000 waren es erst 67 Mrd. Euro)
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