G20-Gipfel
Fortschritte bei der Regulierung der Banken

Die wichtigsten Banken sollen größere Kapitalpolster aufbauen. Darauf wies Kanzlerin Merkel in Australien hin. Sie sieht Fortschritte im Freihandel. Ein Vorstoß der EU gegen Steuersparmodelle scheiterte dagegen.
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BrisbaneBundeskanzlerin Angela Merkel hat dem G20-Gipfel in Australien große Erfolge bei der Bankenregulierung und dem Freihandel bescheinigt. Kurz vor dem Ende der Konferenz mit Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer sagte sie am Sonntag in Brisbane, die systemrelevanten Banken seien nun weltweit reguliert.

Damit müssten die Steuerzahler bei einem Zusammenbruch solcher Institute nicht mehr zahlen. Bis 2016 sollen demnach auch Schattenbanken wie Hedgefonds reguliert sein. Dafür habe die G20 einen Fahrplan verabschiedet, sagte die Kanzlerin.

Nach dem Willen der G20 müssen die 30 weltgrößten Geldinstitute wie die Deutsche Bank künftig ein größeres Kapitalpolster vorhalten. Neben den bereits verschärften Anforderungen an das Eigenkapital soll es mindestens ebenso so große Puffer geben, die aus Fremdkapital bestehen. Dabei geht es um Anleihen, die in einer Notlage schnell in Haftungsmasse umgewandelt werden können. So sollen auch Investoren in die Rettung von Banken einbezogen werden.

Beim Thema Freihandel sprach Merkel von einem Durchbruch. Er sei möglich geworden, weil sich die USA und Indien beim sogenannten Bali-Prozess geeinigt hätten. Dabei geht es um Erleichterungen bei der Abwicklung von Handelsgeschäften.

„Nach Jahren der Stagnation gibt es einen Lichtblick auch im multilateralen Bereich“, sagte Merkel. Auch der Freihandel zwischen einzelnen Regionen erlebe einen Aufschwung. Sie hoffe, dass weitere Handelshürden abgebaut werden könnten.

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G20 sollen Wachstum ankurbeln

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  • Ja, gestern standen die Banken am Abgrund.

    Heute sind sie einen Schritt weiter.

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