G20-Gipfel in Hangzhou
Merkel und Putin sprechen über Ukraine und Syrien

Kanzlerin Merkel nutzt den G20-Gipfel, um mit dem russischen Präsidenten Putin über die Ukraine- und die Syrien-Krise zu sprechen. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert war die Unterhaltung „sehr konkret“.

HangzhouBundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin haben sich am Sonntagabend am Rande des G20-Gipfels zu einem knapp zweistündigen persönlichen Gespräch getroffen. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte im Anschluss in Hangzhou mit, Haupthemen sei der Bürgerkrieg in Syrien, insbesondere die katastrophale humanitäre Situation in Aleppo, sowie die Lage in der Ostukraine gewesen. Sie hätten „sehr konkret“ darüber gesprochen, wie der Prozesse von Minsk fortgesetzt werden könne. Details teilte Seibert dazu nicht mit.

Im Februar 2015 hatten Merkel, Putin, Frankreichs Staatspräsident François Hollande und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ein Friedensabkommen ausgehandelt. Aber die Konfliktparteien in der Ostukraine - prowestliche ukrainische Truppen und prorussische Separatisten - halten sich nicht daran. Es gibt immer noch keinen Waffenstillstand.

Putin hat die USA aufgerufen, ihren Einfluss auf Kiew geltend zu machen, um bei einer Konfliktlösung voranzukommen. Ob es in nächster Zeit wieder zu einem Vierertreffen von Merkel, Putin, Hollande und Poroschenko kommt, blieb am Sonntagabend zunächst ungewiss. Es war das erste persönliche Gespräch von Merkel und Putin seit mehreren Monaten. Ihr Verhältnis gilt seit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland als gestört.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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