G20-Gipfel: Kampf dem Währungskrieg

G20-Gipfel
Kampf dem Währungskrieg

Der G20-Gipfel in Moskau spricht sich vehement gegen Wechselkursziele aus. Priorität vor Schuldenabbau wird der Wachstumsförderung eingeräumt. Kanzlerin Merkel nimmt die globale Finanzmarktregulierung ins Visier.
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Moskau/BerlinMit einer unerwartet klaren Absage an Wechselkursziele versucht die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) die Debatte über einen Währungskrieg zu beenden. Darüber hinaus signalisierten die G20-Finanzminister und Notenbank-Chefs am Samstag bei ihrem Treffen in Moskau, dass sie kurzfristig der Wachstumsförderung Vorrang geben wollen vor Maßnahmen zum Abbau der Staatsdefizite. Deutschland hatte zuvor auf konkretere Festlegungen zur Etatsanierung bedrängt. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte an, ihre Regierung werde im G20-Rahmen auf eine noch härtere Finanzmarktregulierung drängen.

Wie aus dem Abschlusskommunique zu dem G20-Treffen hervorgeht, in das die Nachrichtenagentur Reuters vorab Einblick nehmen konnte, wurde Japan darin nicht an den Pranger gestellt. Die Regierung in Tokio hatte mit einer massiv expansiven Geld- und Finanzpolitik den Yen auf Talfahrt geschickt und damit die jüngste Wechselkursdebatte maßgeblich ausgelöst.

Nach langwierigen und harten Debatten entschieden sich die G20-Minister und -Notenbankchefs am Ende beim Thema Wechselkurse für eine Wortwahl, die der Erklärung der sieben traditionellen Industrieländer (G7) vom Dienstag näher kam als es sich zunächst abgezeichnet hatte. Insbesondere hieß es nun, die G20 werde „ihre Wechselkurse nicht an Wettbewerbs-Gesichtspunkten ausrichten“, also gewisse Zielwerte für die Wechselkurse verfolgen. Zudem versichert die Staatengruppe - der auch Schwellenländer wie China angehören - dass sie in keinen Abwertungswettlauf eintreten würden. Die Geldpolitik solle sich an der Preisstabilität der jeweiligen Währungsräume ausrichten, aber auch der wirtschaftlichen Erholung dienen. Die G20 wollen sich zudem schneller in Richtung marktbestimmter, flexibler Wechselkurse bewegen.

„Wir waren uns alle einig, dass wir nicht in einen Währungskrieg geraten wollen“, sagte Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici. Sein britischer Kollege George Osborne erklärte: „Die G7 hat ein sehr klares Statement in dieser Woche abgegeben.“ Auch im G20-Text werde nun deutlich gemacht, dass Währungen kein Mittel für einen Abwertungswettlauf sein sollten. „Länder sollten nicht den Fehler der Vergangenheit machen und Währungen als Instrument der wirtschaftlichen Kriegsführung einsetzen“, sagte er.

Kommentare zu " G20-Gipfel: Kampf dem Währungskrieg"

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  • G-20 Outcome und demokratische BDI-Arithmetik

    Es klingt als sei aus den Synapsen der Teilnehmer an der G-20 Konferenz in Moskau tatsächlich “ein Ros entsprungen”.

    Wie immer bei solch supranationalen Events war auch diesmal an hehren Absichtserklärungen kein Mangel zu vermelden.

    Einer Ankündigung unseres geschätzten Bundesfinanzministers und seiner Kollegen aus Paris und London zufolge, sollen internationale Standards zur Besteuerung multinationaler Unternehmen geändert werden.
    OECD-Generalsekretär Angel Gurria soll bis zum G20-Treffen im Sommer einen Aktionsplan vorlegen.

    Eine solche Maßnahme, welche Multis wie Apple, Google, Starbucks, Amazon, etc. von dem Privileg befreien sollen, weniger Steuern als ein Mittelständler zu zahlen, ist längst überfällig.

    Als weiteres Outcome, das man vielleicht der Kategorie “Ökonomische Phantasien” zuordnen sollte, wurde darüber fabuliert, wie notwendiges Wirtschaftswachstum zu generieren sei.

    Last but not least ist die klare Absage der Finanzminister und Notenbank-Chef’s zu vermelden, schwelende Debatten zu einen möglichen Abwertungswettlauf der Weltwährungen beenden zu wollen.

    Beim Vorbeten dieses Glaubensbekenntnisses in der Pressekonferenz waren zumindest in der Mimik der Granden keine Lachfältchen zu erkennen
    … welch ein Trost!

    Übrigens:
    Zur angedachten Revision der Besteuerungs-Grundlagen für Multi’s gab es interessanterweise keine öffentlichen Verlautbarungen, wie die paradiesischen Zustände hinsichtlich der Körperschaftssteuer deutscher Konzerne eingeschränkt werden könnten.

    [...]

    http://oconomicus.wordpress.com/2013/02/18/g-20-outcome-und-demokratische-bdi-arithmetik/

  • "ANARCHISTISCHES-GELDSTAATEN-ZEITALTER"

    Irgendeinen Namen wird man der jetzigen Epoche in Hundert Jahren ja geben müssen. Beim Lesen der Kommentare kommt einem in den Sinn, daß jegliches Einfordern von Vernunft nur konträr mit Entkoppelung derselben beantwortet wird.
    Aber das dadurch im selben Zeitraum in China das "Neo-demokratische-Weltsystem" seinen Siegeszug starten wird, daß glaubt ein Zhu Guangyao wohl selber nicht.
    Und das in Oligarchistan der Kauf von Gold sein Land vor Umwälzungen schützen könne glaubt ein Putin, wenn er, wie wir alle, als Mensch gestorben ist und physisch schweigend als Prophet durch Worte seiner lebenden Jünger weiterlebt.
    In der Gegenwart sieht es eher so aus, als ob man wie gottgewollt parlamentarische Hoheitsrechte in Europa mit Füßen tritt. Nicht minder als in Vorderasien und Nordafrika.
    Und die Verlogenheit der EU-Kommissionen ist ja offensichtlich: Ja, die Finanztransaktionssteuer führt zur Wirtschaftsflucht, aber die drei Dutzend Milliarden Euro verwende man vorbei an Parlamenten dann in Bruxelles.
    Und alles in der Welt, was denken kann, sucht nach Lösungen aus dem Dilemma der kontinentalen Wirtschafs-Umverteilung.
    NICHTS DA: WER NICHT GEWILLT IST, AUSREICHEND FÜR DEN WOHLSTAND AUCH DER BREITEN MASSE ZU SORGEN, EGAL WO, ERZEUGT IN SEINER BEVÖLKERUNG DAS NÖTIGE MIßTRAUEN ,DAS GEFÜHL EINER UNTERGEHENDEN GESELLSCHAFTSFORM.
    Klar haben wir derzeit einen Staaten-Wettlauf der Währungs-Entwerter, was denn sonst?
    Nennen sie es Krieg der Auseinandersetzung, meinetwegen auch
    WÄHRUNGS-DISPUT.
    Faktisch kommt es auf dasselbe hinaus.
    Als Zwischenstation auf dem Weg ins Währungs-Desaster böte sich allerdings in Analogie des Euro auch andernorts Währungsbünde an. Z.B. eine gemeinsame Währung von Kanada, USA und Mexiko. Oder auch im besagten nordafrikanischen Staatenbünden. Oder, ... oder, ...
    Und dann stelle man sich vor, all´ die vielen Fehler der Euro-Währung von Anbeginn an ausschließen zu wollen, dann wäre man im
    PARADIES.

  • zunächst der Proof of Life ...

    http://central.banktunnel.eu/20130216-ca-1600-ecbint-pROOF-OF-LIFE.jpg

    ... aus der gelichgeschalteten Dikatur *

    Zunächst hat man Ihenn Viren gesendet und Spam damit Sie auf ihren Systemen eien Zensurinfrastruktur aufbauen. Und diese Zensurinfrastruktur nutzen die jetzt damit dei Öffentlichkeit nichts mehr von Mißständen im Lande (oder in Unternehmen) erfährt. Kritische Journalisten werden von GEZ-/Gewerkschaftsjubelpersern niedergemacht.

    Bei mir gehen jedenfalls die Links (erbindungen) immer ganz seltsam runter wenn ich verusche was zu posten undzumde habe ich 200 GB allein auf meine Frabnkfurter Namerserv an DDOS-Traffic aius eienr Atatcke auf den DNS. Starto macht das nicht mehr mit. Sie geben an die EINEGHENDEN Verbindungen wären ausgehender SPAM aber denen
    traue ich zu daß die das besser wissen müssten genau wie übrigens zu dieser Sache der Chaos Computer Club. Haben Sie den Bericht wegen dem Occupy Fotografen gesehen? Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. in mehreren Redaktionen - auch in Berlin! Das ist jetzt die neuset Masche im Überwachungsstaat und das steckt auch hier dahinter.

    http://central.banktunnel.eu/20130214-starto-klage.jpg

    Das BESCHLAGNAHEM VON BEWEISMITTELN WEGEN PIOLIZEIKORRUPTION!

    http://central.banktunnel.eu/-march31.jpg

    Strafanzeige mit Klarnamen damit die Kollegen von der Presse das nachrecherchieren können.

    http://central.banktunnel.eu/20130214-anzeige-235.jpg
    http://central.banktunnel.eu/20120415/

    ~~~


    *( nicht nur zu Zeiten des RAF-terrorismus wurde Notsatndsgestzgebung missbraucht, nein, die nutzte auch Adolf um vollkommen legal eseien "Machtergereifung durchzuführen

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