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G20-Gipfel: Ultimatum für Griechenland

Merkel und Sarkozy setzen Papandreou die Pistole auf die Brust: Die Volksabstimmung soll schon am 5.12. stattfinden und über den Austritt Griechenlands aus der Eurozone entscheiden.

Die Volksabstimmung wird über den Austritt Griechenlands aus der Eurozone entscheiden. Quelle: dpa
Die Volksabstimmung wird über den Austritt Griechenlands aus der Eurozone entscheiden. Quelle: dpa

Cannes Europa ist mit seiner Geduld am Ende. Entweder die Griechen verlassen den gemeinsamen Währungsraum oder sie nehmen das Hilfspaket an, das die Euroländer beim letzten EU-Gipfel am 27. Oktober geschnürt hatten. „Griechenland muss selbst entscheiden, ob es in der Eurozone bleibt oder nicht“, fasste Bundeskanzlerin Angela Merkel um Mitternacht in Cannes das Ergebnis des Gesprächs mit dem griechischen Ministerpräsident Giorgios Papandreou zusammen. Auch Frankreichs Staatspräsident sparte in dem gemeinsamen nächtlichen Auftritt mit Merkel nicht an klaren Worten: „Wir werden auch das Geld aus der 6. Hilfstranche für Griechenland nur auszahlen, wenn das griechisches Volk die Beschlüsse des EU-Gipfels angenommen hat“, drohte Sarkozy.

Nach einem fast dreistündigen, harten und kontroversen Gespräch der EU-Spitzen mit Papandreou war klar, dass den Griechen kein Spielraum mehr verbleibt. Das angekündigte Referendum muss so schnell wie möglich durchgeführt werden, damit die Finanzmärkte nicht über Monate im unklaren bleiben. Um zu verhindern, dass durch die eingetretene Unsicherheit an den Märkten auch Italien, Spanien oder Portugal mit in den Abwärtssog gezogen werden, sollen die Beschlüsse zur Ausweitung des Euro-Rettungsfonds EFSF noch zügiger umgesetzt werden als geplant. Bereits am Montag werden die Finanzminister der Eurogruppe zusammen mit EU-Währungskommissar Oli Rehn zusammentreffen. Ziel ist es, „gewappnet zu sein“ und den Euro-Rettungsfonds EFSF so schnell wie möglich als Brandmauer aufzubauen, wie Merkel es ausdrückte

Wie ernst die Lage ist, machte Sarkozy mit den Worten deutlich, man werde „nicht zulassen, dass Europa zerstört wird.“ Das griechische Volk sei „frei in seiner Entscheidung, aber die Regeln der 17 Euroländer gelten. Und alle müssen sich daran halten“. Man könne „das Geld der Steuerzahler nur weiter einsetzen, wenn die Regeln respektiert werden,“ betonte Sarkozy.

Papandreou sagte den Spitzen der EU in Cannes zu, die Volksabstimmung schon am 5. Dezember abhalten zu wollen. Außerdem muss er die Frage an sein Volk so klar formulieren, dass daraus auch wirklich eine unmissverständliche Abstimmung über den Austritt aus der Eurozone wird. Lediglich über das Rettungspaket abstimmen zu lassen, wie ursprünglich geplant, wird nicht mehr gehen. Damit hofft die EU, die Griechen angesichts der zugespitzten Situation doch noch zu einer Zustimmung bewegen zu können. Man wolle die Eurozone mit Griechenland fortführen, versicherte Merkel. Aber das müsse jetzt das griechische Volk entscheiden.

Spricht sich die Mehrheit gegen den Euro aus, wird das von der Eurogruppe als Quasi-Austrittserklärung gewertet. Hintergrund ist, dass kein Land gegen seinen Willen ausgeschlossen werden kann, sondern nur durch eigene Willensbekundung. Darauf läuft die Abstimmung nun offenkundig hinaus.

Durch die einseitige Ankündigung des Referendums sei eine „äußerst ernste Lage“ und „eine neue psychologische Situation“ eingetreten, begründete die Kanzlerin den Sinneswandel. Europa ist nach Einschätzung von Merkel und Sarkozy am Scheideweg angelangt. Jetzt geht es um den Bestand des Ganzen, betonte die Kanzlerin: „Wir können die Europäische Währungsunion nicht aufs Spiel setzen.“

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  • 03.11.2011, 09:23 UhrAnonymer Benutzer: DDX

    Ein Hoch auf Athen!

    Was ist geschehen: Gierige Bankster und Wirtschaftsmagnaten haben jahrelang die von ihnen – ohne Volksabstimmung – durchgesetzte Euro-Ausbeutungszone maximal dazu benutzt, um in Kollaboratin mit griechischen Kleptokraten und korrupten Politikern Kredite und Lohndumping-Ware an das griechische Volk loszuschlagen und gleichzeitig damit in Zins-Sklaverei zu treiben.

    Nun lässt der neue Staatspräsident Papandreou sie auf ihren Forderungen und Zinsen sitzen. Zins-Sklaverei für die Griechen soll es unter Papandreou nicht geben. Ein leuchtendes Beispiel für Demokratie !

    Freilich, der Schaden wird auf Betreiben der selben gierigen Bankster und Wirtschaftsmagnaten – wider der Verfassung und europäischen Gesetzgebung - nun den hiesigen Steuer-Eseln in Rechnung gestellt.

    Doch hoffentlich steigert dies nun auch hierzulande den Volkszorn gegen die Verbrecher an und hinter der Regierung in Berlin !

    Der Rückzug des griechischen Volkes demaskiert dieses Vorgehen nun umso mehr.

    Herr Papandreou, bleiben sie stark, umso teurer es dem deutschen Wähler kommt, desto größer hoffentlich die nachhaltige Wirkung !

  • 03.11.2011, 08:50 UhrAnonymer Benutzer: Arminius

    Und die Mutter der nation bestand darauf, damals als die Krise anfing, dass Griechenland das letzte bestellte aber noch nicht gelieferte U-Boot doch abnimmt, obwohl Griechenland die Bestellung gerne storniert hätte.
    Zum Kotzen.

  • 03.11.2011, 08:41 UhrAnonymer Benutzer: Spartakus

    1626 kaufte Peter Minuit den Einheimischen, wahrscheinlich Lenni-Lenape-Indianern, die Insel „Manna-hatta“ für Waren im Wert von 60 Gulden ab.
    Wir haben die Griechen mit Rüstungsexporte in die Pleite getrieben und versuchen jetzt sie zu versklaven. Ich bin gespannt ob das klappt, wenn ja, dann schön für uns aber schlecht für die Griechen, sie werden die nächsten 100 Jahren für uns schuften dürften. Wie viele Liter Olivenöl à 0,80 € pro Liter sie uns liefern müssen ist unvorstellbar. Das wird ein Schicksal sein vergleichbar mit dem der Israelis und ihrer Gefangenschaft in Ägypten.

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