G20-Gipfel

Um Obama wird es einsam

US-Präsident Obama ist mit seinen Angriffsplänen gegen Syrien zunehmend isoliert. Beim G20-Gipfel fand er keine neuen Freunde, in den USA ist Unterstützung rar. Die Vorbereitungen auf die Militäraktion gehen aber weiter.
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US-Präsident Obama mit den Regierungschefs von Großbritannien, Cameron (r.) und Italien, Letta: Keine neuen Unterstützer gefunden. Quelle: AFP

US-Präsident Obama mit den Regierungschefs von Großbritannien, Cameron (r.) und Italien, Letta: Keine neuen Unterstützer gefunden.

(Foto: AFP)

DüsseldorfSchon die Botschaft, die Italiens Ministerpräsident Enrico Letta am Donnerstag über Twitter in die Welt schickte, klang ernüchtert. „Die G20 haben gerade das Abendessen beendet“, schrieb Letta vom Gipfel in St. Petersburg über den Kurznachrichtendienst. In der Runde hätte sich die „Spaltung über Syrien bestätigt“. Es sollte bis zum Abschluss des Gipfels am Freitagnachmittag nicht besser werden.

Für den Mächtigsten unter den Gästen, US-Präsident Barack Obama, ist das eine Niederlage. Der Amerikaner war mit dem Ziel zum Gipfel der wichtigsten Volkswirtschaften gereist, Verbündete für seine geplanten Militärschläge gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad zu finden. Doch nach Ende des Treffens steht Obama isolierter da denn je. Die traditionellen Verbündeten zögern oder verweigern sich, Russland macht Stimmung gegen den Plan, und selbst zu Hause in den USA ist die Unterstützung noch lange nicht gesichert. Dessen ungeachtet laufen die Vorbereitungen für die Attacke nach US-Medienberichten auf Hochtouren.

Offiziell stand das Thema Syrien gar nicht auf der Tagesordnung des G20-Gipfels. Es ging um Wirtschaft: Wachstum, Finanzaufsicht und um die Bekämpfung von Steueroasen. Hier hat die Runde auch einige Fortschritte erzielen können. Doch angesichts der aufgeheizten Lage nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff syrischer Truppen gegen die eigene Bevölkerung mit 1400 Toten überschattete der Konflikt alles andere. Wo, wenn nicht beim G20-Treffen hätte Obama persönlich die anderen für seine Pläne gewinnen können. Doch die G20 sind so gespalten wie zuvor.

Obama selbst sagte nach dem Gipfel, die Mehrheit der Teilnehmer halte das syrische Regime für den Urheber des Giftgas-Einsatzes. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Staaten mehrheitlich ein Mandat des Weltsicherheitsrates für ein militärisches Eingreifen wünschten. „Es gibt eine Zeit, in der wir schwierige Entscheidungen treffen müssen“, sagte Obama. Trotz mehrfachen Nachfragens verriet er allerdings nicht, ob er an seinen Plänen eines Syrienangriffes auch dann festhalten wolle, wenn der Kongress dagegen stimmt. Für Dienstag kündigte der Präsident eine Erklärung an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, sie habe kaum noch Hoffnung für eine Wende in der Syrien-Krise: „Es ist im Augenblick noch nicht absehbar, dass es hier zu einer einheitlichen Uno-Resolution und einheitlichen Uno-Bewertung kommt.“ Es gebe breite Übereinstimmung, einen politischen Prozess in Gang zu setzen. Aus russischer Sicht hätten die Gespräche gezeigt, dass die Meinungen dazu auseinandergingen, sagte der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin.

Auch Treffen mit Putin half nichts
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24 Kommentare zu "G20-Gipfel: Um Obama wird es einsam"

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  • O-bama der Mann mit den Killer-Drohnen!
    Wer sich den amerikanischen Ansichten nicht anschließen will, bekommt die Drohne!


  • @hafnersp

    Mit Dir ziehe ich in keinen Krieg. Mit dem Weltbild "grounden" wir uns schon in "Kinshasa-Flughafen Ausländerbehörde" und erreichen nie und nimmer Zielobjekt Goldminen von Katanga.

  • @lensoes

    Obama ist nur das User-Interface für die Bevölkerung und extra ausgesucht, daß er (dem Anschein nach, Imagepflege) kein "Bush" ist. Die Administration (und Lobbies) dahinter ist die gleiche wie bei Bush - ursprünglich blieb sogar der Verteidigungsminister Gates beim Regierungswechsel im Amt.

    Die USA und ihre arabischen Verbündeten (Saudis, Katar) betreiben seit Irak dem Kriegspolitik gegen unliebsame arabische Staaten, das ist keine Hetze gegen die USA sondern Fakt (siehe Videos mit General Wesley Clark).

    Der Giftgas-Einsatz war ziemlich sicher nicht von der Assad-Regierung, sondern ein False-Flag der Al-CIAda-Söldner mit saudischer Unterstützung: um die US-Luftware zu ihrer Unterstützung zu bekommen. Immer erst mal fragen: wer profitiert.

    Hierbei haben Sie übrigens recht: Obama ist kein Bush. Bush hat die Al-CIAda zum Todfeind der USA erklärt, Obama implizit zum Verbündeten. Welch Ironie!

  • @objektivgesehen

    Die Antwort ist ganz einfach: Al-CIAda (Al-Quaida, Al-Kaida), finanziert von den Saudis (und Katar). Es gibt noch wesentlich schlimmere Gräueltaten dieser Leute zu berichten, die mehrheitlich Söldner und keine Syrer sind und die Syrer - mittlerweile auch die sunnitischen Syrer - wissen, daß diese islamistischen Verbrecher keine Alternative zu Assad sind. Das ist kein Bürgerkrieg - jedenfalls nicht mehr! - und die Syrer wissen das.

    Hier eine US-syrische Christin mit Familie in Syrien, die den Haupt-Kriegstreiber Senator McCain bei einem Townhall-Meeting mit ein paar Wahrheiten konfrontiert:

    http://www.youtube.com/watch?v=8x_vusWz33c&feature=player_embedded

    Wirklich sehenswert, dieses 3 min Video.

    Interessant ist, daß diese Frau weiß, daß die Saudis/Katar hinter den Al-CIAda Söldner stecken und sie finanzieren und sie schlägt auch vor, wie das Problem schnell zu lösen wäre:
    Abstellen des Geldes - leicht durch US-Diplomatie zu erreichen, wenn diese wollen würde.

  • Ob nun Assad oder die Rebellen Giftgas eingesetzt haben spielt keine Rolle. Assad ist verantwortlich für seine Giftgasbestände. Das Obama nun widerum dasteht wie ein Relikt aus den 20.Jahrhundert ist genauso erstaunlich wie Putin der nach der UN ruft aber dann alles blockiert.

    Einen guten Rat an Obama, vergessen sie den Angriff und
    helfen wir den Menschen erst einmal anständig in den Lagern und es muss ein Waffemlieferungsverbot von Russen und Amerikanern geben.

    Eine Flugverbotszone wäre vermutlich sogar mit den Russen machbar. Sie dient der Bevölkerung.

  • Im Zirkus:
    Der Dompteur (Amerika) diszipliniert die Kamele (Araber), die Affen (Europäer) sind dressiert und jonglieren ein paar bunte Bälle (Worthülsen). Der Bär (Russe) wird ein wenig an der Nase herumgeführt und darf Brüllen. Der traurige Clown (China) macht ein paar Witzchen, und der Assistent des Dompteurs (Israel) darf auch ein mal mit der Peitsche knallen…


  • Ihre irre US Hetze, die Auslobung Einsatz Giftgas in Syrien etc empfinde ich als widerlich.

    Obama ist nicht Teil der Bushregierung Du kalter Foren-Krieger. Würd mal nachdenken und zugleich differenzieren.
    Nicht das bald wegen Typen wie hier Gasgranaten auf Basaren zum Kauf anstehen.

  • ….von Assad unterschriebenes Schuldeingeständnis Befehl zum Einsatz des Giftgases…

    Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber Sie klingen wie diese typischen an unser verlogenes Einheitssystem angepassten, nicht mehr selbständig denkenden, obrigkeitshörigen Wähler der CDUCSUFDPSPDGrünen-Soße, die in Verkennung der ungeheuren Gefahr eines Krieges davon faseln, dass ein Angriff 1. begrenzt sei, 2. etwas bringe, (übrigens wem?) 3. gerechtfertigt und 4. rechtlich und moralisch zulässig wäre.
    Ein Krieg ist immer die Antwort von DOOFEN, die sonst keine Argumente haben, nach dem Motto: und willst du nicht mein Freund sein, dann schlag ich dir den Schädel ein.
    Worum es in dem Konfflikt tatsächlich geht, sehen Sie, wenn Sie folgenden Link aufmachen.

    http://kosmischeurkraft.wordpress.com/2013/04/30/die-krise-in-griechenland-und-verborgene-olkriege/

  • So sieht es aus.

    Die Krise in Griechenland und verborgene Ölkriege

    http://kosmischeurkraft.wordpress.com/2013/04/30/die-krise-in-griechenland-und-verborgene-olkriege/

    Ausschnitt:

    Genauso wie großen Gasvorkommen, die in Syrien, im Libanon und in Israel gefunden wurden, sind die kürzlich entdeckten, noch nicht erschlossenen Gasreserven eine wesentliche, wenn nicht sogar die entscheidende Motivation für den NATO-geführten Krieg in Syrien.

    Laut vorliegenden Plänen soll das staatliche griechische Erdgasunternehmen DEPA 65 Prozent seiner Anteile privatisieren, um Schulden abzubauen. Die Käufer würden vermutlich aus dem Ausland kommen, denn nur wenige griechische Unternehmen sind in der Krise zum Kauf in der Lage. Wer auch immer am Ende in Griechenland gewinnt, es wird enorme geopolitische Auswirkungen für die Zukunft der EU, Russlands und der Rolle der USA in inneren Angelegenheiten der EU bedeuten. Die russische Gazpromgehört zurzeit zu den wichtigsten Bietern, doch Griechenlands neue konservative Regierung, die Merkels CDU in Berlin nahestehen soll, legt sich bislang quer. Gazprom hat kürzlich einen Exklusivvertrag zur Übernahme von Gas aus dem israelischen Tamar-Feld unterzeichnet und Israel hat formell Griechenlands Ausschließliche Wirtschaftssonderzone anerkannt.
    In der griechischen Ausschließlichen Wirtschaftssonderzone (in rot) werden riesige Gas- und Ölvorkommen vermutet, angrenzend an die Ausschließliche Wirtschaftszone Zyperns und an die Türkei

  • Die Vorbereitungen auf die Militäraktion gehen aber weiter.

    Klappern gehört zum Geschäft!
    Mal sehen, ob am Ende nicht ein Putin ihm klipp und klar die Grenzen seiner Expansionssucht aufweist!

    Das Amivolk hat gestern gesagt, es habe den Friedensnobelpreisträger nicht gewählt, damit der Kriege inszeniert!

    Der Typ ist ein Unding!
    Bislang hat der Kriegshetzer weltweit noch nicht eine friedenstiftende Aktion seit Amtsantritt hingekriegt!

    Wenn der Spinner nicht gestoppt wird, sorgt der noch für einen Weltkrieg!

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