G20-Mahnung an die Euro-Länder
„Löst endlich Euer Problem!“

Die Finanzminister und Notenbankchefs haben beim G20-Treffen deutliche Worte an die Euro-Regierungen gerichtet. Auf dem kommenden EU-Gipfel sollen Ergebnisse folgen - vor allem Deutschland und Frankreich sind gefordert.
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ParisIn der Eurokrise gibt es für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seinen französischen Kollegen Francois Baroin keine Atempause. Gleich nach dem Treffen mit ihren Amtskollegen aus den G20, den 20 größten Wirtschaftsnationen der Welt,  standen am Abend die nächsten deutsch-französischen Arbeitstreffen auf dem Terminplan in Paris. Denn Frankreich und Deutschland haben den anderen Industrie- und Schwellenländern Großes versprechen müssen: Die Euro-Schuldenkrise endlich zu beenden.

In der Abschlusserklärung am Samstag Nachmittag fanden die G20-Finanzminister und Notenbankchefs ungewöhnlich deutliche Worte an die Adresse der Regierungen der Eurozone: „Wir freuen uns auf das Ergebnis des EU-Gipfels am 23. Oktober, die aktuellen Herausforderungen mit einem umfassenden Plan entschieden anzugehen“, heißt es dort ohne diplomatische Girlanden. Außerdem erwarten Länder wie die USA, Japan und die BRIC-Staaten, Brasilien, Russland, Indien und China, dass die Eurozonen-Staatschefs auf dem EU- Gipfel die Instrumente des Euro-Rettungsfonds EFSF so ausweiten, dass die Ansteckungsgefahr auf den Finanzmärkten eingedämmt wird. Details darüber, wie die Ziele erreicht werden könnten, nannten jedoch weder Schäuble noch Baroin. Schäuble sagt nur, was er nicht will: Dass der EFSF eine Banklizenz bekommen könnte, um sich bei der Europäischen Zentralbank  notfalls Geld besorgen zu können, „stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte“, sagte Schäuble.

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Finanzaktionssteuer: Briten mauern weiter

Kommentare zu " G20-Mahnung an die Euro-Länder: „Löst endlich Euer Problem!“"

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  • Selbstverantwortlichkeit der Länder ist die Lösung.

    Jedes Land bekommt seine eigene Währung und wird in Zukunft dementsprechend auf- und abgewertet (durch den unabhängigen Markt), je nachdem wie sich die Wirtschaftsleistung entwickelt. Das ist gesunde Marktwirtschaft.

    Der Druck, Zwang und Ignoranz der Eurofanatiker gegenüber ökonomischen Wahrheiten ist Wahnsinn und das eigentliche Problem unserer Zeit!

    Diejenigen, die vom EUdSSR-Moloch leben, stämmen sich gegen jede vernünftige Lösung.

    Wenn eine Volkswirtschaft wie England froh ist, nicht in der Eurozone zu sein, dann kann es für den deutschen Steuerzahler nicht gleichzeitig gut sein und ist es auch nicht. Das nennt sich Logik! Aber Logik ist für alternativlose Eurofanatiker ein Fremdwort.

  • `Nie wieder Kapitalismus auf Deutschem Boden?´
    wenn das mal gut geht.

  • „Löst endlich Euer Problem!“
    Die Übersetzung: Stopft endlich ausreichend Milliarden in die Zockerbuden, damit wir weiter machen können.

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