G20-Treffen in Mexiko
Europäer stoßen auf Gegenwind

Auf dem G20-Treffen in Mexiko fordern gleich mehrere Partner mehr Anstrengungen von Europa. Eine Entscheidung über die IWF-Mittelaufstockung wird deshalb nicht erwartet.
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Mexiko-StadtDie Hoffnungen der Europäer auf eine Stärkung des Internationalen Währungsfonds und damit mehr Hilfen zur Bekämpfung der Schuldenkrise haben in der G20-Gruppe einen Dämpfer erhalten. Die Partner forderten die Europäer kurz vor dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am Wochenende in Mexiko-Stadt auf, zunächst selbst mehr zu tun, um ihre Krise zu bekämpfen.

Erst dann könnten sie auf zusätzliche Hilfen aus einer Erhöhung der IWF-Finanzmittel hoffen. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erklärte wie andere Teilnehmer, er rechne bei dem Treffen nicht mit Entscheidungen zur Aufstockung des Fonds. Die Europäer werben bei ihren Partnern um eine Beteiligung an den finanziellen Anstrengungen, mit denen eine Verschärfung der Schuldenkrise verhindert werden soll.

Ein Weg könnte darin bestehen, dass zahlungskräftige IWF-Mitgliedsländer wie China oder Japan dem Fonds bilateral Kredite geben, die dann als Hilfen unter anderem nach Europa fließen könnten. Der Fonds hatte kürzlich einen Bedarf von 600 Milliarden Dollar angemeldet, von denen 500 Milliarden Dollar für Hilfen fließen sollen. 200 Milliarden Dollar davon sollen aus Europa kommen.

Länder wie die USA argumentieren aber, die Euro-Länder sollten zunächst ihre Rettungsschirme EFSF und ESM deutlich verstärken, bevor solche Hilfen infrage kommen könnten. Europa müsse den ersten Schritt machen, fordern viele G20-Länder. Der Gastgeber des G20-Treffens, Mexikos Finanzminister Jose Antonio Meade erklärte, es sei noch zu früh, um über Zahlen für eine IWF-Kapitalerhöhung und die Methoden dafür zu diskutieren.

Sein US-Kollege Timothy Geithner sagte im Fernsehsender CNBC: „Was wir nicht wollen, ist, dass der IWF ein Ersatz - und er kann dafür wirklich kein Ersatz sein - für einen stärkeren Impuls aus Europa wird.“ Selbst wenn die US-Regierung dem IWF mehr Mittel zufließen lassen wollte, hätte sie kaum Chancen, dies im US-Wahlkampf im Kongress durchzusetzen. Deswegen rechnet man im Falle der Vereinigten Staaten in Deutschland schon nicht mehr mit einem Entgegenkommen. Das gilt aber nicht für andere Länder wie China, Indien oder Brasilien.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen sich Anfang März in Brüssel treffen. Dabei soll erneut über die Ausstattung der Rettungsfonds gesprochen werden. Davon wird es abhängen, ob sich wichtige G20-Länder letztlich über den IWF an der Bekämpfung der Schuldenkrise beteiligen. Mexikos Zentralbank-Präsident Agustin Carstens beklagte, in vielen Ländern würden bei Krisen Entscheidungen verschleppt.

Wenn die Europäer rasch entschieden, wäre das für die Weltwirtschaft verheißungsvoll. Deutschland ist bei dem G20-Treffen besonders unter Druck, weil viele Partner noch mehr von der Bundesrepublik verlangen. Die Kritik lautet, mit einem einseitigen Beharren auf Sparen habe Deutschland Staaten wie Griechenland noch stärker in die Krise gestoßen. Dem widersprach Weidmann entschieden.

Deutschland trage zu den europäischen Rettungsanstrengungen überproportional viel bei, sagte er in einer Diskussionsveranstaltung. Ohne Haushaltsdisziplin könne Vertrauen und Stabilität nicht zurückgewonnen werden. Auch zur IWF-Mittelerhöhung sei Deutschland bereit, knapp 42 Milliarden Dollar beizutragen. Bedingung sei aber eine breite Beteiligung anderer Länder.

Das Ministertreffen der G20 beginnt am Samstag in Mexiko-Stadt. Wegen der Bundestagsabstimmung über das zweite Griechenlandpaket wird der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble am Sonntagmittag und damit noch vor dem offiziellen Ende der Konferenz nach Deutschland zurückreisen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die USA sind ein Koloss auf tönernen Füßen. Um aber von ihren Problemen abzulenken schüren die mit der Kriminellen Organisation CIA weltweit Unruhen wie in Syrien, den "Protesten" gegen Putin und letztendlich wollen die gemeinsam mit Israel einen Krieg gegen den Iran vom Zaun brechen. Das und vieles mehr ist die hässliche Fratze der USA.

  • Was so alles in Europa gefaselt wurde und wird: Niedergang des Finanzplatzes USA, eine weitreichende Verschiebung der Machtverhältnisse im weltweiten Finanzsystem steht bevor. Dabei werden die USA ihren Status als finanzielle Supermacht zugunsten Europas und Asiens einbüßen, so nahm Peer Steinbrück zur weltweiten Finanzkrise Stellung. Steinbrück prophezeite, dass die USA „ihren Status als Supermacht des Weltfinanzsystems verlieren“ werden. Was wollen die Schlaumeier aus Europa denn da von den USA und den G20 anderes erwarten, als sie in ihrer Arroganz und Hochmut von ihrer Lissabonstrategie träumen zu lassen.

  • „ ... zunächst selbst mehr zu tun, um ihre Krise zu bekämpfen“.
    Tja, und wie ist die europäische Krise entstanden? Zuallererst durch den Erwerb der amerikanischen Weihnachtspakete, gefüllt mit heißer Luft, aber mit AAA versehen. Unsere stupid Landesbankster, ohne irgend ein Geschäftsmodell, also überflüssig wie ein Kropf, hatten sich bis zum Ausbruch der weltweiten Finanzkrise mit diesen wertlosen Weihnachtspaketen vollgesaugt. Und dies, obwohl ihnen diese Zockergeschäfte durch die Satzungen eindeutig verboten sind. Allein die kleinste deutsche Landesbank, die SachsenLB, hatte 64 Mrd. Euro in 11 versch. irische Zweckgesellschaften aus den Bilanzen ausgelagert, um sie vor der Finanzaufsicht zu verstecken.
    In Europa wurden die Bankster mit 4589 Mrd. € vor dem sofortigem Kollaps bewahrt. Doch sie sitzen immer noch auf über 18,2 Billionen $ Risiken, natürlich auch aus den Bilanzen ausgelagert.
    Weltweit sitzen die Bankster auf über 600 Billionen $ absolut wertloser Derivate, auch aus den Bilanzen ausgelagert, um sie vor dem Kollaps zu bewahren.
    Die Wall-Street-Bankster in Verbindung mit den Ratingagenturen haben mit diesen unseriösen Finanzprodukten ermöglicht, dass die Amis 20 Jahre lang auf Pump, auf Kosten der Europäer leben konnten, die diese wertlosen Papiere kauften. Adäquat zu Staatsanleihen aus Simbabwe
    Was haben die Amis und die Tommys unternommen, um ihre Krise zu bekämpfen, mit der sie die Weltwirtschaft in den Abgrund gestürzt haben? Nur Schadensbegrenzung mit Hilfe der Druckerpressen – und weiterzocken wie bisher!
    Nur durch ein Reset im Finanzsystem und einer Aufteilung in Geschäfts- und Zockerbanken, ermöglicht es den westl. Ind.ländern einen Neuanfang, der einen Wohlstand ermöglicht, der vielleicht der Hälfte des derzeitigen entspricht. Ohne diese Maßnahmen ist weltweites Chaos angesagt mit inneren Unruhen, vor allem in den USA, die diese nicht überleben wird.

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