G20-Treffen
Schwierige Suche im Handelsstreit mit den USA

Gelingt es den Top-Wirtschaftsmächten, einen drohenden Handelskrieg mit den USA abzuwenden? Bis zuletzt wird beim G20-Treffen in Baden-Baden um eine gemeinsame Linie zum Welthandel gerungen.
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Baden-BadenDie Suche der Top-Wirtschaftsmächte nach einem Kompromiss im Handelsstreit mit den USA gestaltet sich schwierig. Am Samstag blieb zunächst weiterhin offen, ob sich die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in der Abschlusserklärung ihres zweitägigen Treffens in Baden-Baden auf ein gemeinsames Bekenntnis zu Freihandel und gegen wirtschaftliche Abschottung einigen können.

In Delegationskreisen wurde es auch für möglich gehalten, dass das Thema ganz ausgeklammert bleiben muss. Bis zum Mittag waren die USA noch nicht auf die von G20-Gastgeber Deutschland vorgeschlagene Kompromisslinie eingeschwenkt.

Üblicherweise bekennt sich die G20-Gruppe in ihrer gemeinsamen Abschlusserklärung zum Freihandel und erteilt wirtschaftlicher Abschottung und Protektionismus eine Absage. Der seit knapp zwei Monaten amtierende US-Präsident Donald Trump jedoch hatte mehrfach betont, er werde in seiner Handels- und Steuerpolitik amerikanische Interessen über alles stellen. Daher wird in Baden-Baden um eine einvernehmliche Erklärung zur globalen Handelspolitik gestritten.

Im Kern geht es darum, ob die globalen Handelsbeziehungen auf Basis starrer Regeln organisiert sind, wie sie von Institutionen wie der Welthandelsorganisation WTO definiert werden – oder ob sie auf „fairen, ausgewogeneren“ internationalen Vereinbarungen basieren sollen, wie es die Trump-Regierung fordert.

Sollte in Baden-Baden kein Konsens hierüber erzielt werden, wären die Staats- und Regierungschefs der G20 gefordert, den Handelskonflikt mit den USA bei ihrem Gipfel Anfang Juli in Hamburg zu lösen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " G20-Treffen: Schwierige Suche im Handelsstreit mit den USA"

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  • Ich finde das Zurückdrehen eines ungebändigten "Freihandels" nicht unbedingt schlecht, denn dann können die Länder sich wieder auf die Wirtschaft im eigenen Land besinnen und Firmen auf der Welt nicht ihr Unwesen treiben, wie es der Profit gebietet. Vernunft und Sachlichkeit würde zurückkehren.

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